Belastung von Nüssen mit Mykotoxinen
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Mykotoxine sind giftige Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen. Zu den wichtigen Mykotoxinen zählen Aflatoxine und Ochratoxin A. Sie können die Entstehung von Krebs begünstigen sowie Nieren und Leber schädigen. Beim Kochen, Braten und Backen werden Mykotoxine nicht zerstört.
Aflatoxine und Ochratoxin A entstehen vorwiegend in wärmeren Klimazonen auf fettreichen pflanzlichen Produkten wie Nüssen. Mykotoxine sind weder sichtbar noch riechbar. Sie nachzuweisen gelingt nur mit aufwendigen analytischen Messverfahren.
Anfang 2026 wurden im Rahmen einer Ostschweizer Untersuchungskampagne 51 Erzeugnisse von Haselnüssen (18), Erdnüssen (10), Pistazien (9), Mandeln (6), Walnüssen (5) sowie Para-, Kokosnüssen und Aprikosenkernen (je 1) von den Lebensmittelbehörden der Kantone ZH, TG, GR, SG und SH im Detailhandel beprobt und im Kantonalen Labor Zürich auf Aflatoxine und Ochratoxin A untersucht. Für Aflatoxine in Nüssen sind in der Kontaminantenverordnung Höchstwerte definiert.
Zwei Nusserzeugnisse waren zu beanstanden: Eine Erdnussbutterprobe wies eine dreifach höhere Konzentration an Aflatoxin B1 auf als erlaubt. Es wurde eine Warenrücknahme angeordnet. Zudem wies ein Erzeugnis ganzer Bio-Mandeln einen um das Neunfache überhöhten Gehalt an Aflatoxin B1 auf. Die vorsorglich verfügte Sperrung der Charge konnte jedoch wieder aufgehoben werden, nachdem der Importeur belegen konnte, dass der restliche Warenposten den gesetzlichen Vorgaben entsprach.
Alle anderen untersuchten Nusserzeugnisse waren analytisch unauffällig und somit für den Verzehr geeignet.