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Belastung von Trockenfrüchten mit Mykotoxinen
Foto: © 1stGallery - stock.adobe.com


Trockenfrüchte wie Feigen und Rosinen zählen zu den Risikoprodukten, die mit Mykotoxinen (Schimmelpilzgiften) belastet sein können. Dies zeigen Meldungen im europäischen Schnellwarnsystem RASFF (Rapid Alert System for Food and Feed) sowie Erfahrungen vergangener Untersuchungskampagnen.

Aus diesem Grund wurden im Rahmen einer im Herbst 2025 durchgeführten Untersuchungskampagne der Kantonalen Laboratorien der Ostschweiz getrocknete Feigen und Trauben auf eine Kontamination mit den Mykotoxinen Ochratoxin A (OTA), Aflatoxin B1, B2, G1 und G2 geprüft. Daneben wurden auch Datteln und Sirups getestet. Die Produkte wurden im Detailhandel amtlich erhoben und im Kantonalen Labor Zürich analysiert. Zu den 38 Trockenobstprodukten zählten 14 Feigen-, 19 Rosinen- und ein Dattelerzeugnis, zu den Sirups drei Dattel- und ein Feigensirup. An der Probenahme beteiligte sich das Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit mit vier Rosinen- und drei Feigenerzeugnissen.

In 35 der 38 Proben (92 %) wurden nur unbedeutende Aflatoxin- und OTA-Konzentrationen festgestellt. Allerdings wurden bei zwei Feigenproben OTA-Konzentrationen gemessen, die fünf- bzw. sechsmal über dem gesetzlichen Höchstwert lagen. Eine weitere Feigenprobe wies eine Aflatoxin-Konzentration auf, die das 30-Fache des gesetzlichen Höchstwerts betrug. Es wurden Massnahmen eingeleitet, um die betreffenden Produkte vom Markt zu nehmen.

Auch wenn sich 92 % der untersuchten Proben als einwandfrei erwiesen, zeigen die sehr hohen Mykotoxin-Belastungen der drei Feigenproben sowie die häufigen RASFF-Meldungen deutlich, dass Trockenfrüchte weiterhin regelmässig überwacht werden müssen.