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Gemüse und Obst hinsichtlich Radioaktivität untersucht
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Von Mai bis Oktober 2025 wurde in den Kantonen Graubünden und Glarus eine amtliche Untersuchung zur Radioaktivität von regional angebautem Gemüse und Obst durchgeführt. Ziel der Kampagne war es, die radioaktive Belastung der Produkte zu ermitteln.

Insgesamt wurden 25 saisonal verfügbare Proben von Gemüse und Obst aus Bündner und Glarner Produktion amtlich erhoben. Dazu gehörten unter anderem Kartoffeln, Zucchini, Kohlrabi, Gurken, Rettich, Spargel, Blumenkohl, Salat und Äpfel. Die Proben wurden anschliessend im Labor des Amts für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit auf Radionuklide untersucht, insbesondere auf Cäsium-134, Cäsium-137 und Jod-131. All diese Stoffe können nach schweren Reaktorunfällen in die Umwelt gelangen. Die Tschernobylverordnung legt für Cäsium-137 einen Höchstwert von 600 Becquerel pro Kilogramm der untersuchten Lebensmittel fest. Erfreulicherweise waren alle Proben konform. Keines der drei genannten Radionuklide konnte nachgewiesen werden.

Hintergrund: Am 26. April 1986, also vor fast 40 Jahren, ereignete sich im Kernkraftwerk Tschernobyl in der heutigen Ukraine ein schwerer Reaktorunfall. Dabei wurden grosse Mengen radioaktiver Stoffe freigesetzt, die sich über weite Teile Europas verteilten – auch in der Schweiz. In der Folge wurden erhöhte Radioaktivitätswerte in Böden und Lebensmitteln festgestellt. Als Reaktion darauf wurden zum Schutz der Bevölkerung Höchstwerte für Radionuklide in Lebensmitteln erlassen.