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Getreidebeikost untersucht

Getreidebeikost untersucht
Foto: © JenkoAtaman - stock.adobe.com

Getreidebeikost und andere Beikost für Säuglinge und Kleinkinder sind Lebensmittel, die den besonderen Ernährungsbedürfnissen von gesunden Säuglingen und Kleinkindern zwischen vier Monaten und drei Jahren entsprechen. Deren Qualität wurde im Frühjahr 2020 mittels einer koordinierten Untersuchungskampagne der Ostschweizer Behörden für Lebensmittelsicherheit überprüft.

Getreidebeikost kann aufgrund der verwendeten Rohstoffe mit Mykotoxinen (Schimmelpilzgiften) belastetet sein. Neben den Fusarium-Toxinen Deoxynivalenol, HT-2-Toxin und Zearalenon sind auch Aflatoxin B1 und Ochratoxin A von Bedeutung. Wegen der besonders empfindlichen Konsumentengruppe der Kleinkinder sind die gesetzlichen Mykotoxin-Höchstgehalte für Getreidebeikost deutlich tiefer angesetzt als für deren Ausgangsprodukte. Die chemischen Mykotoxinuntersuchungen, die im Kantonalen Labor Zürich durchgeführt wurden, wurden mit Analysen zu Nährwerten, Vitamin D (sofern deklariert) und Kohlenwasserstoffen, welche von der Verpackung auf das Lebensmittel übergehen können, ergänzt. An der amtlichen Erhebung der insgesamt 28 Proben beteiligten sich die Kantone ZH, SG, TG, SH und GR.

Zu den Ergebnissen: Bei den untersuchten Mykotoxinen war die Belastung gering und es war keine einzige Probe zu beanstanden. In den meisten Fällen lag die Belastung unterhalb der analytischen Bestimmungsgrenze. Bei den Nährwertanalysen wurden drei Abweichungen beim Proteingehalt festgestellt, was einer Quote von gut 10 % entspricht. Bei den Untersuchungen zu Vitamin D lag der gemessene Gehalt bei einer Probe zu weit entfernt vom deklarierten Wert. Bezüglich einer Belastung mit Kohlenwasserstoffen war keine der untersuchten Proben als kritisch zu beurteilen. Unterm Strich also ein Ergebnis, das sich sehen lässt und unsere kleinsten Konsumenten freuen dürfte.