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Hygiene von Gewürzen in der Gastronomie
Foto: © comicsans - stock.adobe.com


Bei Lebensmittelkontrollen in der Gastronomie fallen nicht selten unhygienisch anmutende Gewürzbehältnisse auf, die Zweifel am Zustand des Inhalts aufkommen lassen. Eine Untersuchungskampagne sollte insbesondere Fakten zum mikrobiologischen Status der Gewürze liefern.

Aus Boxen, Dosen und anderen Gefässen zur Vorratshaltung von Gewürzen werden über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder kleine Mengen entnommen, um Speisen zu würzen. Dabei sind die Personalhygiene und die Handhabung entscheidend dafür, dass der Inhalt mit der Zeit nicht verunreinigt wird. Werden die Gewürze mit den Händen entnommen und die Behältnisse nicht innen wie aussen sauber gehalten, besteht die Gefahr, dass sich Keime vermehren können.

Im Rahmen einer Anfang 2026 durchgeführten Untersuchungskampagne wurden in Graubünden und Glarus in zwölf Gastronomiebetrieben Gewürzbehältnisse, die schon längere Zeit in Gebrauch waren, beprobt und auf verschiedene Keime, darunter auch Salmonellen, untersucht. Zusätzlich wurde eine Kontamination mit dem Schimmelpilzgift Ochratoxin A sowie eine verbotene Einfärbung mit roten Farbstoffen überprüft.

Erfreulicherweise erwiesen sich alle zwölf Gewürzproben hinsichtlich der untersuchten Parameter als einwandfrei. Mikrobiologisch betrachtet könnte das daran liegen, dass Gewürze aufgrund ihres geringen Wassergehalts und der bakterienhemmenden Eigenschaften ihrer ätherischen Öle per se weniger zum Verkeimen neigen als andere Lebensmittel.