Mikrobiologische Qualität von Trockenfrüchten und Nüssen
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Im Laufe des Jahres 2025 wurde im Rahmen einer koordinierten Untersuchungskampagne die mikrobiologische Qualität von Trockenfrüchten und Nüssen in der Deutschschweiz und im Tessin unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse sind erfreulich.
Insgesamt wurden 402 Proben von der amtlichen Lebensmittelkontrolle erhoben, darunter 208 Trockenfrüchte, 154 Nüsse sowie 40 Mischungen aus diesen. Die Proben stammten überwiegend von Detailhändlern (70 %), gefolgt von Drogerien und Reformhäusern (14 %) sowie Importeuren und Produzenten (16 %). In Graubünden und Glarus wurden 30 Proben in 13 Verkaufsstellen erhoben.
Die Ergebnisse zeigen eine erfreulich geringe mikrobiologische Belastung der untersuchten Produkte. Die auf dem Schweizer Markt erhältlichen Trockenfrüchte, Nüsse und deren Mischungen dürfen somit als mikrobiologisch sicher bezeichnet werden. Bei nur drei Proben (0.75 %) wurde aufgrund von Richtwertüberschreitungen die gute Verfahrenspraxis beanstandet: Zwei Erzeugnisse überschritten den Richtwert für koagulasepositive Staphylokokken und eine weitere Probe wies eine zu hohe Belastung mit Schimmelpilzsporen auf. Die in Graubünden und Glarus erhobenen Produkte waren allesamt einwandfrei.
Die sehr geringe Beanstandungsquote verdeutlicht, dass Trockenfrüchte und Nüsse ungünstige Voraussetzungen für das Wachstum von Mikroorganismen bieten. Die Ergebnisse zeigen jedoch auch, dass bestimmte Mikroorganismen dennoch überleben können und daher von hygienischer Relevanz sind. Für die mikrobiologische Sicherheit dieser Lebensmittel sind eine sorgfältige Auswahl der Rohprodukte sowie eine hygienische Verarbeitung und Lagerung von entscheidender Bedeutung.