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Qualitäts- und Kennzeichnungsprüfung von Butter
Foto: © ALT – Butterfass


Ziel einer im Sommer 2026 durchgeführten Untersuchung des Amts für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit war die Überprüfung der Qualität und Verkehrsfähigkeit von Butter aus Tal- und Alpbetrieben. Insgesamt 31 Butterproben wurden erhoben, davon 20 aus Alp- und elf aus Talbetrieben. Überprüft wurden sowohl die mikrobiologische und physikalisch-chemische Qualität als auch der Fettgehalt und die Kennzeichnung der Produkte.

Mikrobiologisch wurden die Proben auf die Gesamtkeimzahl und Escherichia coli untersucht. Eine aus nicht pasteurisiertem Rahm hergestellte Butter wurde zusätzlich auf koagulasepositive Staphylokokken, Listerien und Salmonellen untersucht. Bei allen Proben wurden zudem die Säurezahl, der pH-Wert, die alkalische Phosphatase und der Fettgehalt bestimmt. Unter Berücksichtigung der Untersuchungsergebnisse wurden die Butterproben anschliessend hinsichtlich der Kennzeichnung beurteilt.

Von den 31 untersuchten Proben erwiesen sich zwölf als tadellos. Bei 19 Proben ergaben sich indessen Abweichungen: 16 Proben wiesen mikrobiologische Mängel auf, bei zehn Proben wurden Mängel bei den physikalisch-chemischen Parametern und bei fünf Proben Kennzeichnungsmängel festgestellt. Bei einzelnen Proben sind verschiedene Mängel gleichzeitig aufgetreten, sodass die Summe der Mängel höher als die Anzahl beanstandeter Proben ausfällt.

Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer guten Betriebs-, Rohstoff- und Prozesshygiene. Ebenso sind geeignete Lagerbedingungen und eine ausreichende Kühlung der Butter von wesentlicher Bedeutung für die Sicherstellung der Produktqualität. Die festgestellten Mängel wurden den betroffenen Betrieben mitgeteilt und die erforderlichen Korrekturmassnahmen eingefordert.