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Sauberes Trinkwasser aus Grundwasserpumpwerken
Foto: © Michalel - stock.adobe.com


Im Jahr 2025 hat das Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit (ALT) in den Kantonen Graubünden und Glarus Wasser aus Grundwasserpumpwerken beprobt, die zur Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser genutzt werden. Die Ergebnisse der Laboruntersuchungen sind erfreulich.

Trinkwasserverunreinigungen mit Stoffen aus der Umwelt kommen immer wieder vor und erfahren ein grosses öffentliches Interesse. Mit den analytischen Möglichkeiten werden auch neue Verunreinigungen wie die Abbauprodukte des Pflanzenschutzwirkstoffs Chlorothalonil festgestellt. Im Sinne des vorbeugenden Gesundheitsschutzes werden Höchstwerte für unerwünschte Stoffe in Trinkwasser festgelegt. Die Trinkwasserversorger sind verpflichtet, diese im Auge zu behalten und dafür zu sorgen, dass stets sauberes Trinkwasser abgegeben wird.

Im Mai 2025 wurde Wasser aus zehn Bündner und vier Glarner Grundwasserpumpwerken, die der Versorgung mit Trinkwasser dienen, beprobt. Im Interkantonalen Labor Schaffhausen wurden die Proben auf das Vorhandensein von 69 Pflanzenschutzwirkstoffen und deren Abbauprodukten sowie diverser anderer Substanzen, die auf Rückstände aus der Abwasseraufbereitung hindeuten könnten, geprüft. In allen Trinkwasserproben waren die gesuchten Substanzen, wenn überhaupt, nur in vernachlässigbaren Konzentrationen nachweisbar.

Im November 2025 wurde nochmals Trinkwasser aus elf Bündner und drei Glarner Grundwasserpumpwerken beprobt und im Labor des ALT auf 13 Pflanzenschutzwirkstoffe sowie sechs polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) untersucht. Die krebserregenden PAK können durch atmosphärische Ablagerungen (Abgase, Feinstaub) aus Verbrennungsprozessen in Böden und ins Grundwasser gelangen. Soweit untersucht, waren die Trinkwasserproben praktisch frei von diesen Stoffen.