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Schimmelpilzgifte in Gewürzen
Foto: © Christian Jung - stock.adobe.com


Gewürze sind bekannte Risikoprodukte bezüglich einer Belastung mit Mykotoxinen (Schimmelpilzgiften). In einer koordinierten Ostschweizer Untersuchungskampagne wurden im Sommer 2026 in den Kantonen AI, AR, GL, GR, SG, SH, TG und ZH
sowie im Fürstentum Liechtenstein 36 Gewürzproben amtlich erhoben und im Kantonalen Labor Zürich untersucht.

Mykotoxine bezeichnen hochgiftige Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen. Über 250 Schimmelpilzarten sind bekannt, die mehr als 300 verschiedene Mykotoxine produzieren. Für die Lebensmittelsicherheit relevant sind jedoch weitaus weniger Mykotoxine. Ihre Bildung schwankt regional als auch saisonal und hängt sowohl von Umwelt- als auch Herstellungsfaktoren ab. Schon kleinste Mengen können für Menschen gesundheitsschädigend sein.

In der Ostschweiz wurden gesamthaft 36 Proben amtlich erhoben, darunter Gewürze wie Paprika, Chili, Muskatnuss, Curry und Pfeffer. Das Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit beteiligte sich an der Untersuchungskampagne mit fünf Proben. Das Kantonale Labor Zürich untersuchte alle Gewürzproben auf Aflatoxine und Ochratoxin A. Das sind jene zwei Mykotoxine, für die der Gesetzgeber Höchstgehalte in Gewürzen festgelegt hat. In 75 % der Proben konnten diese Mykotoxine zwar in geringen Mengen nachgewiesen werden. Eine Höchstwertüberschreitung wurde aber in keiner Probe festgestellt.

Allein die Tatsache, dass sich Mykotoxine in Gewürzen, wenn auch in geringen Mengen, so doch häufig nachweisen lassen, verdeutlicht die Notwendigkeit regelmässiger Kontrollen sowohl durch die Produzenten und Händler (Selbstkontrolle) als auch durch die Behörden (amtliche Kontrolle), damit nur sichere Gewürze auf den Markt gelangen.