Spaghetti, Penne und Co
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Im Rahmen der Lebensmittelüberwachung führte das Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit eine Untersuchungskampagne zu überwiegend regional hergestellten Trockenteigwaren durch. Das Ziel bestand darin, die Einhaltung lebensmittelrechtlicher Anforderungen sowie die mikrobiologische Sicherheit zu überprüfen.
Im Sommer 2025 wurden 28 Proben von der amtlichen Lebensmittelkontrolle in Graubünden und Glarus bei 23 Produzenten und Detailhändlern erhoben. Im Labor wurden die Trockenteigwaren, darunter Spaghetti, Penne und Spiralen, auf ihren Wasser- und Säuregehalt sowie auf Salmonellen untersucht. Zudem wurde die Deklaration der Produkte überprüft.
Der Wasser- und Säuregehalt lag bei allen Erzeugnissen durchweg im rechtlichen Rahmen. Sieben Erzeugnisse wiesen jedoch Deklarationsmängel auf, beispielsweise eine unvollständige Zutatenliste, eine fehlerhafte Angabe der Haltbarkeit, eine falsche Sachbezeichnung oder eine fehlende Angabe zur Zertifizierung als Bio- oder Bergprodukt.
Als komplexer Fall erwies sich eine Probe «Spiralen» aus Hartweizengries und pasteurisiertem Ei, die im Detailhandel erhoben wurde und in der Salmonellen nachgewiesen wurden. Da Trockenteigwaren insbesondere von Kindern auch gerne roh genascht werden, wurden in Zusammenarbeit mit dem für den Detaillisten zuständigen Kantonalen Labor vorsorgliche Massnahmen ergriffen. In der Folge zog der Detaillist das als Eigenmarke vertriebene Produkt aus dem Handel zurück. Der Produzent der Eigenmarke konnte in der Zwischenzeit unter Aufsicht des für ihn zuständigen Kantonalen Labors die Ursache der Salmonellenkontamination ermitteln und beseitigen. Ein potenzielles Gesundheitsrisiko konnte somit abgewendet werden.