Navigation

Inhaltsbereich

Tierarzneimittel in Meerestieren aus Aquakultur
Foto: © travelbook - stock.adobe.com

 

Fische und Krustentiere aus dem asiatischen Raum werden oft in Aquakulturen gezüchtet. Insbesondere Erzeugnisse aus dem Tiefpreis-Segment können unerwünschte Rückstände von Tierarzneimitteln enthalten.

In den Medien wurde in der Vergangenheit über inakzeptable Zustände in asiatischen Aquakulturen berichtet. Für den Export wird möglichst günstig, dafür aber oft unter bedenklichen Tierhaltungsbedingungen produziert. Um das rasche Wachstum der Meerestiere zu fördern und die Ausbreitung von Krankheitserregern zu verhindern, werden dem Tierfutter Tierarzneimittel beigemischt, manchmal auch verbotene. Für den Import in die Schweiz oder die EU wurde deshalb ein engmaschiges Kontrollregime etabliert: Wird an einer Grenzkontrollstelle eine nicht konforme Sendung festgestellt, werden die nächsten zehn Importsendungen des betroffenen Lieferanten am Zoll blockiert und erst dann freigegeben, wenn das Laborresultat dies ermöglicht. Auch wenn sich die Situation damit deutlich verbessert hat, werden bei Stichproben im Inland hin und wieder zu hohe Rückstandsgehalte an Tierarzneimitteln oder sogar verbotene Tierarzneimittel festgestellt.

Das Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit hat im Sommer 2025 zwei Proben tiefgekühlter Pangasius- und Tilapiafilets sowie eine Probe tiefgekühlter Garnelen im Detailhandel erhoben. Die Ware stammte von Aquakulturen aus Vietnam, China und Indien. Die Untersuchungen wurden im Kantonalen Labor Zürich durchgeführt und ergaben ein erfreuliches Bild: In keinem Erzeugnis wurden unzulässige Rückstände von Tierarzneimitteln nachgewiesen.