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Im Februar 2026 verbuchten die Bündner Hotelbetriebe 4,6 Prozent mehr Logiernächte als im Vorjahresmonat. Kantonsweit wurden 824'749 Logiernächte gezählt. Mit ein Grund für die höheren Gästefrequenzen ist auch der im Vergleich zum Jahr 2025 frühere Ostertermin, wodurch sich zahlreiche Sportferienwochen in diesem Jahr auf den Monat Februar konzentrierten. Im Vergleich zu den weiteren Schweizer Wintersportregionen haben sich in Graubünden die Gästefrequenzen deutlich besser als im Wallis (+0,9 Prozent), aber schlechter als in der Bern Region (+7,3 Prozent) entwickelt.

Das ansehnliche Plus in der Bündner Hotellerie ist vordergründig auf die grosse Nachfragesteigerung aus dem Ausland zurückzuführen. Die Logiernächtezahlen der Gäste aus Deutschland sind im Vergleich zum Februar vor einem Jahr um mehr als 23'000 Einheiten gewachsen. Dazu kommen ein Plus von fast 6'000 Logiernächten bei den Belgiern und 4'000 Logiernächten bei den Gästen aus den Vereinigten Staaten. Die Schweizer Gäste haben für ähnlich hohe Frequenzen wie im Februar vor einem Jahr gesorgt. Ausserdem, wenn auch auf deutlich tieferem Niveau, sorgten die Gäste aus China, Japan, Brasilien und Polen für ein hohes relatives Wachstum bei den Logiernächtezahlen. Das grösste relative Minus verbuchten die Bündner Hotelbetriebe im Februar andererseits bei den Gästen aus Frankreich, den Golfstaaten und Indien.

In der Gegenüberstellung der Tourismusdestinationen im Kanton Graubünden konnten die Südbündner Destinationen San Bernardino Mesolcina / Calanca und Bregaglia Engadin am kräftigsten zulegen. Auch die Destinationen Chur, Disentis Sedrun, Flims Laax und die Lenzerheide verbuchten überdurchschnittliche Wachstumsraten. Ein Minus im Vergleich zum Vorjahr mussten insbesondere die Destination Prättigau und die Bündner Herrschaft hinnehmen.

Mit den leicht höheren Gästefrequenzen ist auch die Bruttozimmerauslastung in der Bündner Hotellerie im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Kantonsweit betrug die Auslastung im Februar 68,7 Prozent, 0,3 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Die Tourismusdestinationen Engadin St. Moritz, Lenzerheide und Flims Laax wiesen im Februar die höchste Bruttozimmerauslastung aus. Die tiefste Zimmerauslastung wiesen die Destinationen Valposchiavo und Bregaglia Engadin, hauptsächlich saisonbedingt aus. Die Zahlen zeigen eindrücklich, dass im Puschlav der viel diskutierte Effekt der Olympischen Winterspiele Milano Cortina für den lokalen Tourismus mehrheitlich ausgeblieben ist. In der Destination Scuol Samnaun Val Müstair konnte die Auslastung um 6 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahresmonat gesteigert werden, wieviel dieser zusätzlichen Auslastung dort tatsächlich auf Besuchende der Olympischen Winterspiele zurückzuführen ist, bleibt dennoch fraglich.

Methodische Anmerkung:

Die Daten für die Hotelbetriebe in der Destination Valposchiavo vom Januar 2026 werden nachträglich zur Publikation durch das Bundesamt für Statistik noch einmal überarbeitet. Die effektiven Logiernächtezahlen werden folglich deutlich tiefer als in der vorliegenden Publikation ausfallen. Es ist davon auszugehen, dass sowohl für das Puschlav, als auch für die Daten in Graubünden in der aktuellen Publikation im Januar 2026 knapp 7'000 Logiernächte zuviel ausgewiesen werden. Die definitiven und korrigierten Daten für das Jahr 2026 erscheinen im Februar 2027.

Datenblatt Beherbergungsstatistik: Monatsdaten Februar

Datenblatt Bruttozimmerauslastung: Bruttozimmerauslastung

Weitere Daten: Beherbergungsstatistik (gr.ch)

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