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Die Wurst – Eine Geschichte mit zwei Enden

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Das geschenkte Wurst-Rädli beim Metzger als Kind, die Bratwurst auf Pappteller am Dorffest oder der Cervelat am Stecken über dem Feuer gebraten – die Wurst ist Alltag und Luxus zugleich, sie ist Erinnerung, Individualität und Kollektiv-Erlebnis. Diesem kulinarischen Kulturgut widmet sich die neue Sonderausstellung im Rätischen Museum in Chur.

Im Zentrum des historisch-volkskundlichen Teils der Ausstellung steht die traditionelle Hausmetzgete. Anhand zahlreicher Objekte aus der Sammlung des Rätischen Museums sowie Fotografien wird anschaulich gemacht, wie früher auf den Bauernhöfen geschlachtet wurde. Eine Tonstation mit erzählten Erinnerungen lässt dieses spezielle Ereignis im Jahreskalender jeder Bauernfamilie lebendig werden. Daneben werden historische Anekdoten rund um die Wurst präsentiert.

Der zweite Teil der Ausstellung zeigt, dass man auch unterschiedlicher Meinung sein kann, wenn es um die Wurst geht. Wie gehe ich um mit der Tatsache, dass für meine Wurst ein Tier sein Leben gelassen hat? Wie und wo hat dieses Tier gelebt? Wie gesund ist meine Wurst? Hat mein Fleischkonsum Folgen für die Umwelt? In Kurz-Interviews sprechen ein Vertreter des Fleisch-Fachverbandes, eine Bio-Bäuerin, ein findiger Online-Wurstverkäufer aus Berlin, ein Vegetarier und ein Vertreter von Greenpeace zu den kritischen Aspekten des Wurst-Genusses.

Die Schweizer Wurstsortenvielfalt wird an einer festlich gedeckten Tafel gefeiert. Die Besucherinnen und Besucher können dort Platz nehmen und Spannendes sowie Überraschendes zu den zahlreichen Wurstspezialitäten entdecken.

Abgerundet wird die Ausstellung von einer Wurst-Kunst-Aktion. Das Rätische Museum hat vier junge Bündner Künstlerinnen und Künstler eingeladen, ihre Werke zum Thema zu präsentieren. Esther Schena, Madlaina Janett, Isabelle Meier und Remo Arpagaus zeigen, auf welch vielfältige Weise Wurst zu Kunst inspirieren kann.

Die Wurst – Eine Geschichte mit zwei Enden, 12. Oktober 2012 bis 3. März 2013. Weitere Informationen finden Sie unter www.rm.gr.ch


Hinweis:
Zu diesem Thema ist unter www.gr.ch ein Video aufgeschaltet. 


Auskunftsperson:
Andrea Kauer Loens, Projektleiterin Sonderausstellung Rätisches Museum, Tel. 081 257 48 30
 

Gremium: Rätisches Museum
Quelle: dt Rätisches Museum
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