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Graubünden als Netzwerkstandort des nationalen Innovationsparks Schweiz

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Der Kanton Graubünden reicht bei der Konferenz der Kantonalen Volkswirtschaftsdirektoren ein Bewerbungsdossier für einen eigenständigen Netzwerkstandort Graubünden ein. Dank renommierter Forschungsinstitute in Davos und Landquart bringt der Kanton ideale Voraussetzungen für einen Netzwerkstandort mit. 

Ausgangslage
Das Bundesgesetz über die Förderung von Forschung und Innovation schafft die Grundlage für den Aufbau eines nationalen Innovationsparks Schweiz mit internationaler Ausrichtung. Die Konferenz der Kantonalen Volkswirtschaftsdirektoren (VDK) setzt im Auftrag des Bundes die Konzeptarbeiten für einen Nationalen Innovationspark um. Sie hat beschlossen, dass im Umfeld der beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH) in Lausanne und Zürich zwei Hubstandorte aufgebaut werden. Zur Ergänzung der beiden Hubstandorte sollen in einem durch die VDK geleiteten Auswahlverfahren mehrere regionale Netzwerkstandorte bestimmt werden. Die Kantone können bis Ende März 2014 ihre Bewerbungen für einen Netzwerkstandort einreichen. Diese werden ausgewertet und im Juni 2014 durch die VDK als konsolidiertes Konzept an das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung weitergereicht. Gemeinsames Ziel ist es, bis Mitte 2015 die politischen Entscheide auf Bundesebene erwirkt zu haben, um dann den Betrieb des Nationalen Innovationsparks Schweiz zu starten. 

Ziele des nationalen Innovationsparks Schweiz
Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung sieht im nationalen Innovationspark Schweiz einen Weg zur Stärkung der Schweiz im internationalen Standort- und Innovationswettbewerb. Mit dem nationalen Innovationspark Schweiz sollen Akteure der Wissenschaft und der Wirtschaft noch besser miteinander vernetzt werden. Zudem sollen neue Akteure (namentlich ausländische Forschungskräfte der Privatwirtschaft) für den Standort Schweiz gewonnen bzw. in der Schweiz angesiedelt werden können. Diesbezüglich sind das Bereitstellen von Infrastrukturen ("Forschungs- und Innovationsflächen") und der koordinierte Auftritt nach Aussen ("internationale Vermarktung") zentrale Aufgaben des nationalen Innovationsparks Schweiz. Der nationale Innovationspark Schweiz ist ein Generationenprojekt und hat einen Zeithorizont von mehreren Jahrzehnten. 

Die Bewerbung als Netzwerkstandort Graubünden
Der Kanton Graubünden bewirbt sich als eigenständiger Netzwerkstandort des nationalen Innovationsparks Schweiz. Die Regierung hat ein Bewerbungsdossier zuhanden der Konferenz der Kantonalen Volkswirtschaftsdirektoren verabschiedet.

Die in Graubünden ansässigen Forschungsinstitute in Davos und in Landquart verfügen über internationale Fachkräfte und Spezialisten und sind weltweit anerkannt. Sie sind hervorragend mit internationalen Unternehmen und Universitäten wie der ETH Zürich vernetzt. Die gezielte Zusammenarbeit unter den Forschungsinstituten – auch dank räumlicher Nähe, optimaler Technologieplattformen sowie entsprechender Infrastrukturen – schafft wettbewerbsfähige Voraussetzungen für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen und die Basis für eine exzellente Forschungsleistung.

Sowohl im Raum Landquart als auch in Davos sind Flächen verfügbar, die für den Auf- und Ausbau als Netzwerkstandort des Nationalen Innovationsparks Schweiz geeignet sind. Weitere Flächen können unter Berücksichtigung der raumplanerischen Bestimmungen bereitgestellt werden. In Graubünden ansässige sowie internationale Unternehmen haben mittels einer Absichtserklärung ihr grosses Interesse an einem Netzwerkstandort Graubünden signalisiert und ihre Mitwirkung bei dessen Auf- und Ausbau zugesichert oder in Aussicht gestellt. 

Geplanter Aufbau
Für den Betrieb des nationalen Innovationsparks Schweiz wird eine nationale Trägerschaft verantwortlich sein. Ihr Hauptzweck besteht in der Unterstützung der Vernetzung der Standorte sowie der Qualitätssicherung der unter der Dachmarke Swiss Innovation Park (Innovationspark Schweiz) erbrachten Leistungen und deren nationaler und internationaler Vermarktung. Als Rechtsform ist eine privatrechtliche Stiftung vorgesehen. Für die Sicherstellung der Koordination und Weiterentwicklung des Netzwerkstandortes Graubünden ist eine kantonale Trägerschaft zu gründen. Vorgesehen ist ebenfalls die Form einer Stiftung. Sie soll den Technologietransfer zwischen den Unternehmen und den Forschungsinstituten sicherstellen sowie eine optimale Zusammenarbeit mit der nationalen Trägerschaft ermöglichen.

Die Realisierung eines Netzwerkstandortes Graubünden ist von grosser volkswirtschaftlicher Bedeutung. Durch die Ausstrahlungskraft des Innovationsparks und die gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit können Arbeitsplätze erhalten und geschaffen und dadurch der Wirtschaftsstandort Graubünden langfristig gestärkt werden.

Weitere Informationen zum Netzwerkstandort Graubünden finden Sie in der Beilage.
 

Auskunftspersonen:
- Regierungsrat Hansjörg Trachsel, Vorsteher Departement für Volkswirtschaft und Soziales, Tel. 081 257 23 01, E-Mail hansjoerg.trachsel@dvs.gr.ch  
- Eugen Arpagaus, Leiter Amt für Wirtschaft und Tourismus, Tel. 081 257 23 77, E-Mail eugen.arpagaus@awt.gr.ch


Gremium: Regierung
Quelle: dt Standeskanzlei Graubünden
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