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"Agenda 2030 Graubünden" – gemeinsames Pilotprojekt zwischen Bund und Kanton Graubünden

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Im Rahmen des Pilotprojekts "Agenda 2030 Graubünden" erarbeitet der Kanton Graubünden das zukünftige Umsetzungsprogramm der Neuen Regionalpolitik (NRP) in Abstimmung mit den Regionen. Die NRP bezweckt die Stärkung der Wirtschaft im ländlichen Raum sowie in Berg- und Grenzgebieten. 

Der Kanton Graubünden steht vor grossen Herausforderungen für seine langfristige wirtschaftliche Entwicklung und eine nachhaltige Besiedlung seiner Talschaften. Mit der Neuen Regionalpolitik (NRP) unterstützt der Bund das Berggebiet, den ländlichen Raum und die Grenzregionen bei der Bewältigung des Strukturwandels. Die NRP will mithelfen, Standortvoraussetzungen für unternehmerische Aktivitäten zu verbessern und fördert Innovationen, Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit in den Zielregionen. Damit leistet die NRP einen Beitrag zur Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen und trägt indirekt dazu bei, die dezentrale Besiedlung in der Schweiz zu erhalten und regionale Disparitäten abzubauen.

Mit dem neuen nationalen Mehrjahresprogramm setzt der Bund mittels Förderschwerpunkten und -inhalten die Leitplanken für die kommenden acht Jahre (2016–2023). Basis für den Vollzug der NRP in den Kantonen bildet ein jeweils auf vier Jahre angelegtes kantonales Umsetzungsprogramm (UP) mit dazugehöriger Leistungsvereinbarung zwischen Bund und Kanton. Der Kanton Graubünden hat dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) Mitte 2015 ein neues UP für den Zeitraum 2016–2019 einzureichen. 

Der Kanton Graubünden wählt einen integralen Ansatz 
Aufbauend auf den Erfahrungen mit dem bisherigen Vollzug der NRP wählt der Kanton Graubünden unter dem Arbeitstitel "Agenda 2030 Graubünden" einen integralen Ansatz für die zukünftige Umsetzung der NRP und der wirtschaftlichen Entwicklung in seinen Regionen. Angesichts der langen Vorlaufzeiten vieler regionalwirtschaftlich bedeutsamer Projekte soll der gewählte analytische Prozess die Planungssicherheit für Projekte und dafür notwendige Vorleistungen seitens der Gemeinden und Regionen sowie des Kantons erhöhen und insbesondere die Voraussetzungen für Investitionen verbessern.

Die "Agenda 2030 Graubünden" wird als Pilotprojekt vom Amt für Wirtschaft und Tourismus (AWT) umgesetzt und vom SECO unterstützt. Sie hat als Hauptziel die Ausarbeitung klarer, konsensbasierter Entwicklungsstrategien für jede Region mit Stossrichtungen und konkreten priorisierten Massnahmen. Mit dem in Erarbeitung begriffenen Bericht "Gesamtstrategie Wirtschaftsentwicklung im Kanton Graubünden" sowie mit dem Entwurf des "Raumkonzeptes Graubünden" und dem zu überarbeitenden Kantonalen Richtplan ist die "Agenda 2030 Graubünden" abgestimmt, und sie wird in enger Koordination mit dem Amt für Raumentwicklung (ARE) durchgeführt.

Das Gesamtprojekt gliedert sich im Wesentlichen in acht regionale Teilprojekte. In jeder Region werden Workshops mit Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft durchgeführt. Das Vorgehen wird in zwei ausgewählten Regionen (Surselva und Oberengadin) im Verlaufe des Sommers gestartet und danach, aufbauend auf den ersten Erkenntnissen, in allen übrigen Regionen im Spätherbst 2014 umgesetzt.

Die Leitung des Gesamtprojekts wird von den beiden Auftraggebern, AWT und SECO, zusammen mit dem Auftragnehmer, der Arbeitsgemeinschaft Agenda 2030, wahrgenommen. Beratend steht der Projektleitung für das Projekt "Agenda 2030 Graubünden" eine Steuerungsgruppe mit 15 ausgewählten Persönlichkeiten aus dem Kanton zur Seite. Diese reflektiert phasenweise den Prozess aus kantonaler Sicht. Eine erste Sitzung fand am 25. Juni 2014 statt, an der man sich über das Vorgehen in den Regionen und die konkreten methodischen und inhaltlichen Schritte einigte. 

Weitere Informationen unter www.awt.gr.ch > Themen/Projekte > Agenda 2030. 
  

Auskunftsperson:
Eugen Arpagaus, Leiter Amt für Wirtschaft und Tourismus, Tel. 081 257 23 77, E-Mail: eugen.arpagaus@awt.gr.ch  
 

Gremium: Amt für Wirtschaft und Tourismus Graubünden
Quelle: dt Amt für Wirtschaft und Tourismus Graubünden
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