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Kantonseigenes Erstaufnahmezentrum Meiersboden

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Die Regierung unterbreitet dem Grossen Rat die Botschaft für den Neubau eines Erstaufnahmezentrums im Gebiet Meiersboden in der Gemeinde Churwalden. Es soll das in Privatliegenschaften betriebene Asylzentrum an der Schönbühlstrasse in Chur ersetzen, dessen Mietverträge spätestens im Jahr 2017 auslaufen. Der Neubau in Holzelementbauweise wird Platz für 180 Personen bieten. Die Baukosten für das im Eigentum des Kantons stehende Zentrum belaufen sich auf total 7,7 Millionen Franken. 

Dem Kanton Graubünden obliegt seit den 1970er-Jahren die Aufgabe, Asylsuchende für die Dauer ihres Asylverfahrens sowie vorläufig Aufgenommene während der Unterstützungszuständigkeit der Kantone zu beherbergen. Während zahlreiche andere Kantone diese Aufgabe ganz oder teilweise an die Gemeinden oder an Private übertragen haben, nimmt der Kanton Graubünden diese Aufgabe in eigener Regie wahr. Die Unterbringung der zugewiesenen Personen erfolgt dabei nach einem Unterbringungs- und Betreuungskonzept, welches ein ausgeglichenes Verhältnis an eigenen sowie angemieteten Liegenschaften vorsieht.

Die Regierung beabsichtigt, im Meiersboden neben dem bestehenden Zivilschutzausbildungszentrum eine neue Asylunterkunft für 180 Personen zu errichten. Geplant ist ein Erstaufnahmezentrum als Ersatz des bestehenden Erstaufnahmezentrums Foral in der Stadt Chur, welches aus zwei angemieteten Liegenschaften besteht. Ein Ersatzstandort ist im Hinblick auf die spätestens per September 2017 auslaufenden Mietverträge dringend.

Das aus einem Gesamtleistungswettbewerb hervorgegangene Siegerprojekt der Bauunternehmung Implenia AG sowie des Architekturbüros Liesch Ott aus Chur erfüllt die an ein heutiges Asylzentrum gestellten betrieblich-funktionalen und qualitativen Anforderungen vollumfänglich. Trotz einfachem Ausbaustandard wird der in Holzelementbauweise geplante Neubau einen freundlichen, den Bedürfnissen der Nutzer angemessenen, wohnlichen Charakter aufweisen. Die räumliche und strukturelle Konstruktionsweise bietet zudem eine hohe Flexibilität hinsichtlich Umnutzung und Wiederverwendbarkeit, was tiefe Betriebskosten erwarten lässt. Die Vorgaben des Minergie®-Eco-Standards werden mit dem Neubau ebenfalls erreicht.

Die Investitionskosten für den Neubau betragen 7,7 Millionen Franken und können voraussichtlich vollumfänglich durch angehäufte Bundesbeiträge aus der Asylrechnung finanziert werden. Der Baubeginn ist im Sommer 2016 vorgesehen und die Inbetriebnahme auf Juni 2017 terminiert.

Ein kantonales Erstaufnahmezentrum in der geplanten Grösse wird benötigt, dies auch nach der Umsetzung des neustrukturierten Asylwesens mit der Schaffung von Bundeszentren. Gleichzeitig bleiben die Gemeinden bei einer genügenden Bereitstellung kantonaler Asylunterkünfte weiterhin von dieser Vollzugsaufgabe entlastet. 

Der Grosse Rat wird das Geschäft in der Junisession 2015 beraten. 
 

Auskunftsperson:
Regierungsrat Dr. Mario Cavigelli, Vorsteher Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement Graubünden, Tel. 081 257 36 01, E-Mail Mario.Cavigelli@bvfd.gr.ch 
 

Gremium: Regierung
Quelle: dt Standeskanzlei Graubünden
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