Kanton und Bund unterstützen den Aufbau eines gesundheitstouristischen Angebots im Engadin

Die neu gegründete Santasana St. Moritz AG schafft im Engadin ein neues gesundheitstouristisches Angebot. Zusammen mit Partnern aus der ganzen Region entstehen individuelle Programme zur Rehabilitation und Prävention von Herzkrankheiten.

Für das neue gesundheitstouristische Angebot spannen bestehende Institutionen aus dem Engadin zusammen. Nebst medizinischen Einrichtungen haben sich Partner aus der Hotellerie, Parahotellerie und verschiedene Sport- und Fitnessanlagen auf eine vertragliche Kooperation geeinigt.

Individuelles Programm für Herzpatienten aus der ganzen Welt
Das gesundheitstouristische Angebot der Santasana richtet sich an internationale Gäste sowie Patientinnen und Patienten mit Herzproblemen aller Art. Unter ärztlicher Leitung werden die Besucher medizinisch betreut und mit gezielten Therapieangeboten umsorgt. Zudem beinhalten die massgeschneiderten Programme verschiedene Coaching- und Bewegungsangebote, Vorträge, Freizeitaktivitäten, Notfallvorkehrungen, Unterkunft und Verpflegung.

Förderung durch die Neue Regionalpolitik
Auch der Kanton Graubünden sieht in wertschöpfungs- und exportorientierten Angeboten der Gesundheitswirtschaft ein bedeutendes Potenzial. Das Amt für Wirtschaft und Tourismus Graubünden beurteilt gerade die Vernetzung der bestehenden medizinischen und touristischen Angebote äusserst positiv. In der Aufbauphase werden darum die Entwicklung des Netzwerks und eine entsprechende Analyse mit einem Beitrag in der Höhe von 82 000 Franken im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) unterstützt.

Breites Netzwerk unter der Leitung des Universitätsspitals Zürich
Die Vorarbeiten zum Aufbau der Santasana St. Moritz AG reichen bereits weit zurück. Nachdem das Projekt im September 2016 zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert wurde, konnten in der Zwischenzeit weitere wertvolle Kooperationen aufgebaut werden. Die Trägerschaft arbeitet eng mit regionalen Leistungsträgern zusammen. Dazu gehören beispielsweise das Medizinische Therapiezentrum des Heilbads St. Moritz (MTZ) sowie die Klinik Gut.

In einer ersten Phase wird eine Zusammenarbeit mit den Hotels Laudinella, Reine Victoria und Kempinski Grand Hotel des Bains lanciert. Die Partnerschaften sollen laufend ausgebaut werden. Die medizinische Kompetenz wird in enger Zusammenarbeit mit dem Universitätsspital Zürich entwickelt. Die medizinische und wissenschaftliche Leitung übernimmt Christian Schmied, Leiter der kardiologischen Ambulanz des Universitätsspitals Zürich. Donat Marugg, langjähriger Chefarzt am Spital Oberengadin, leitet das regionale Ärzteteam vor Ort. Diesem Team gehört auch Andi Grünenfelder an, Chefarzt für Anästhesie und Sportmedizin an der Klinik Gut in St. Moritz. Die Leitung der Therapieprogramme obliegt Britta Ahlden, die seit 2002 die Physiotherapie des MTZ St. Moritz führt.


Auskunftspersonen:
- Regierungsrat Dr. Jon Domenic Parolini, Vorsteher Departement für Volkswirtschaft und Soziales, Tel. 081 257 23 01, E-Mail Jondomenic.Parolini@dvs.gr.ch
- Eugen Arpagaus, Leiter Amt für Wirtschaft und Tourismus, Tel. 081 257 23 77, E-Mail Eugen.Arpagaus@awt.gr.ch
- Dr. Rudolf Leuthold, Leiter Gesundheitsamt, Tel. 081 257 26 41, E-Mail Rudolf.Leuthold@san.gr.ch


Gremium: Departement für Volkswirtschaft und Soziales
Quelle: dt Departement für Volkswirtschaft und Soziales