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Regierungsmitteilung vom 8. April 2021

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Die Regierung genehmigt das Auflageprojekt für die Sanierung der Kantonsstrasse zwischen Felsberg und Domat/Ems. Zudem ordnet sie eine Restwassersanierung für die Gemeindekorporation Kraftwerk Chur-Sand an und spricht Kantonsbeiträge für eine Erneuerung der Leichtathletikanlage in Landquart sowie für Projekte des Schweizerischen Nationalparks.

Kantonsstrasse zwischen Felsberg und Domat/Ems wird saniert

Die umfangreiche Strassenkorrektion zwischen Chur und Domat/Ems wird mit einem weiteren Projekt fortgesetzt. In den letzten Jahren wurde bereits der Strassenabschnitt zwischen Chur und Felsberg verbreitert und mit seitlichen Radstreifen ergänzt. Zudem wurde die Abzweigung nach Felsberg mit einem Kreisel verkehrssicher umgebaut. Nun soll der angrenzende Abschnitt ab dem Kreisel Felsberg bis zum Kreisel Plarenga in Domat/Ems auf den gleichen Ausbaustandard gebracht werden.

Die Regierung genehmigt das Auflageprojekt für die Sanierung des rund 1,2 Kilometer langen Strassenabschnitts. Das Kreuzen des Schwerverkehrs wird dank einer neuen Fahrbahnbreite von sechs Metern gefahrlos möglich und dem Veloverkehr wird mit beidseitigen Radstreifen eine weiterführende, direkte Verbindung zur Verfügung gestellt. Zudem wird die Bushaltebucht beim Kreisel Felsberg (Fahrtrichtung Domat/Ems) samt Gehweg behindertengerecht umgestaltet und verbreitert. Das Gesamtprojekt ist mit rund 8 Millionen Franken veranschlagt.

Foto Kantonsstrasse

Die umfangreiche Strassenkorrektion zwischen Chur und Domat/Ems wird mit einem weiteren Projekt fortgesetzt.

Regierung ordnet Restwassersanierung der Gemeindekorporation Kraftwerk Chur-Sand an

Die Regierung ordnet für die Gemeindekorporation Kraftwerk Chur-Sand (GKC) in Chur die gesetzlich vorgeschriebene Restwassersanierung an. Sie genehmigt dabei ein Vorgehen in Etappen. Die GKC wird in einer ersten Etappe verpflichtet, die Wasserfassungen des Castieler- und Calfreisenbachs ganzjährig auszuleiten. Ab dem Wehr Lüen sind in der ersten Phase zudem monatlich festgelegte Dotiermengen abzugeben. Für die Dotierung ab dem Wehr Lüen ist seitens der GKC ein entsprechendes Projektgenehmigungsgesuch einzureichen. Mit den gewässerschutzrechtlich vorgegebenen Sanierungen wird den Interessen der Fliessgewässer und der davon abhängenden Lebensräume Rechnung getragen.

Foto 1 Wasserfassung Luen Foto 2 Wasserfassung Luen

©Gemeindekorporation Kraftwerk Chur-Sand

Die Regierung ordnet für die Gemeindekorporation Kraftwerk Chur-Sand (GKC) in Chur die gesetzlich vorgeschriebene Restwassersanierung an.

Kantonsbeitrag für das Projekt "Erneuerung Leichtathletikanlage Ried" in Landquart

Die Regierung gewährt der Gemeinde Landquart für das Projekt "Erneuerung Leichtathletikanlage Ried" in Landquart im Rahmen des kantonalen Sportanlagekonzepts (KASAK) einen Kantonsbeitrag von insgesamt 1,25 Millionen Franken. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 6,5 Millionen Franken.

Im Rahmen des kantonalen Sportanlagekonzepts fördert der Kanton den Bau und die Erneuerung von Sportanlagen, die von nationaler, kantonaler und regionaler Bedeutung sind. Die Sportanlage Ried ist seit September 2006 Bestandteil des KASAK-Katalogs und erfüllt weiterhin die entsprechenden Kriterien.

Foto Leichtathletikanlage

©Gemeinde Landquart

Die Regierung gewährt der Gemeinde Landquart für das Projekt "Erneuerung Leichtathletikanlage Ried" in Landquart im Rahmen des kantonalen Sportanlagekonzepts einen Kantonsbeitrag von insgesamt 1,25 Millionen Franken. 

NRP-Förderung für Zipline Churwalden

Die Regierung gewährt der Pradaschier AG Top an den Bau einer Zipline in Churwalden im Rahmen der Neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP) ein Bundesdarlehen von 440 000 Franken und einen Kantonsbeitrag von rund 74 000 Franken.

Bei der Zipline handelt es sich um eine Seilrutsche zwischen der Berg- und Talstastion der Sesselbahn Churwalden-Pradaschier. Mit dem Bauprojekt verfolgt die Pradaschier AG Top das Ziel, das bestehende touristische Angebot des Erlebnisbergs Pradaschier zu ergänzen. 

Foto Zipline

©Martello Teleferiche

Die Regierung gewährt der Pradaschier AG Top an den Bau einer Zipline in Churwalden im Rahmen der Neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP) ein Bundesdarlehen von 440 000 Franken und einen Kantonsbeitrag von rund 74 000 Franken.

Planerische Basis für ein neues Resort in San Bernardino gelegt

Die Regierung genehmigt die von der Gemeinde Mesocco am 23. September 2018 verabschiedete Teilrevision der Ortsplanung. Damit wird unter anderem die ortsplanerische Grundlage für die Realisierung eines touristischen Resorts im Gebiet "Acuforta" in San Bernardino geschaffen. Das Resort soll ein Hotel und hotelähnlich bewirtschaftete Ferienwohnungen mit insgesamt mindestens 400 Betten sowie Rezeption und Wellnessbereich umfassen. Für ein weiteres Beherbergungsprojekt im Gebiet "Frach" am Standort des heutigen Parkplatzes der Talstation der Bergbahnen musste das Genehmigungsverfahren vorderhand sistiert werden, bis weitere Abklärungen vorliegen.

Teilrevision der Ortsplanung

©Comet Photoshopping GmbH, Dieter Enz

Die Regierung genehmigt die von der Gemeinde Mesocco am 23. September 2018 verabschiedete Teilrevision der Ortsplanung. 

Kantonsbeitrag für Projekte des Schweizerischen Nationalparks

Die Regierung genehmigt eine Leistungsvereinbarung für die Jahre 2021 bis 2025 zwischen dem Kanton Graubünden und dem Schweizerischen Nationalpark. In dieser Vereinbarung wird erstmals ein Kantonsbeitrag für die damit verbundenen Umsetzungen von Projekten im Nationalpark festgelegt. Die Gesamtkosten der 17 Projekte betragen über alle fünf Jahre hinweg insgesamt rund 5,7 Millionen Franken.

Der Kanton beteiligt sich mit einem jährlichen Beitrag in der Höhe von 440 000 Franken oder insgesamt 2,2 Millionen Franken über die gesamte Periode. Die Höhe des Kantonsbeitrags entspricht der Beitragshöhe, welche der Kanton den in Betrieb stehenden Regionalen Naturpärken ebenfalls ausrichtet. Zudem beteiligen sich der Bund mit 2,7 Millionen Franken und die Gemeinden mit 750 000 Franken an den Gesamtkosten.

Die Regierung genehmigt eine Leistungsvereinbarung für die Jahre 2021 bis 2025 zwischen dem Kanton Graubünden und dem Schweizerischen Nationalpark.

Scuoler "Punt Gronda" neu unter kantonalem Denkmalschutz

Die Regierung sichert der Gemeinde Scuol für die Instandsetzung der Gurlainabrücke "Punt Gronda" einen Kantonsbeitrag von maximal 420 000 Franken zu. In Zusammenhang mit diesem Beitrag wird die Brücke fortan unter kantonalen Denkmalschutz gestellt.

Die Gurlainabrücke wurde 1905 erstellt und ist die imposanteste Stahlbrücke aus der Blütezeit des Bädertourismus kurz nach 1900. Sie ist ein kommunales Schutzobjekt und im Inventar der historischen Verkehrswege (IVS) als von regionaler Bedeutung eingestuft. Seit 1980 ist die "Punt Gronda" für den Motorfahrzeugverkehr gesperrt, bildet jedoch weiterhin ein wichtiges Bindeglied innerhalb der Gemeinde Scuol. Die anstehenden Revisionsarbeiten beinhalten die Erneuerung des Oberbaus, die Rückverankerung des teilweise losen Geländers sowie Arbeiten zur Erneuerung des Korrosionsschutzes. Die Gesamtkosten des Instandhaltungsprojekts betragen rund 3 Millionen Franken.

Foto Gurlainabrücke

Foto 2, Foto 3, Foto 4

Die Regierung sichert der Gemeinde Scuol für die Instandsetzung der Gurlainabrücke "Punt Gronda" einen Kantonsbeitrag von maximal 420 000 Franken zu. 

Strassenabtausch zwischen dem Kanton und der Gemeinde Poschiavo

Der Kanton Graubünden nimmt die "Via da Li Pradeli" und die "Via dal Mot da la Val" der Gemeinde Poschiavo per 1. Juni 2021 ins kantonale Strassennetz auf und übernimmt diese zu Eigentum und Unterhalt. Grund dafür sind die engen Innerortsverhältnisse von Prada, welche für den Durchgangsverkehr problematisch sind. Der Schwerverkehr nutzt schon heute die beiden Gemeindestrassen "Via da Li Pradeli" und "Via dal Mot da la Val" als Ausweichroute für die unübersichtliche, enge Ortsdurchfahrt. Hinzu kommt, dass ein – mittelfristig notwendig werdender – Strassenausbau im Ortskern auf den Standardquerschnitt für kantonale Verbindungsstrassen (4,2 Meter) nicht ohne Beeinträchtigung oder Abbruch einzelner Gebäude realisiert werden könnte.

Im Gegenzug übernimmt die Gemeinde Poschiavo ein Strassenabschnitt der kantonalen Verbindungsstrasse Pagnoncinistrasse zu Eigentum und Unterhalt. Dieser Strassenabtausch ermöglicht eine Umfahrung des Dorfzentrums von Prada.

Plan Strassenabtretung Poschiavo

©Bundesamt für Landestopografie

Der Kanton Graubünden nimmt die "Via da Li Pradeli" und die "Via dal Mot da la Val" der Gemeinde Poschiavo per 1. Juni 2021 ins kantonale Strassennetz auf und übernimmt diese zu Eigentum und Unterhalt. 

Petition gegen geplanten Neuanschluss der Sagognerstrasse an die Oberalpstrasse eingegangen

Die Regierung nimmt den Eingang einer Petition zur Kenntnis, die sich gegen den geplanten Neuanschluss der Sagognerstrasse an die Oberalpstrasse über Plaun Larisch und Plaun Pigniel richtet. Das Schreiben wurde von 1406 Personen unterzeichnet und am 19. Januar 2021 dem Regierungspräsidenten überreicht. Die Petitionärinnen und Petitionäre fordern eine optimierte Führung der bestehenden Strasse gemäss Linienführung "Via Fletg". Die Notwendigkeit einer Neutrassierung wird nicht bestritten, die geplante sieben Meter breite Strasse durch die Natur- und Kulturlandschaft Plaun Larisch und Plaun Pigniel wegen der Verdrängung der Biodiversität jedoch abgelehnt. Das Landschaftsbild von Sagogn würde damit laut Petition unwiederbringlich zerstört.

Die Regierung ist sich der Bedeutung einer intakten Kultur- und Naturlandschaft bewusst. Ebenso liegt ihr die Lebensqualität der Einwohnerinnen und Einwohner am Herzen. Dementsprechend wird das Tiefbauamt die Variante mit der neuen Linienführung prüfen. Anschliessend wird das Resultat mit Vertretern der politischen Gemeinde Sagogn besprochen und das weitere Vorgehen festgelegt. 

Foto Neuanschluss Sagognerstrasse

Die Regierung nimmt den Eingang einer Petition zur Kenntnis, die sich gegen den geplanten Neuanschluss der Sagognerstrasse an die Oberalpstrasse über Plaun Larisch und Plaun Pigniel richtet.

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Gremium: Regierung
Quelle: dt Standeskanzlei Graubünden