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Drei Maturandinnen der Bündner Kantonsschule wurden für ihre Maturaarbeiten mit Bezug zur Mehrsprachigkeit ausgezeichnet. Diese Auszeichnung soll die Mehrsprachigkeit des Kantons fördern. Der Preis wird jedes Jahr für hervorragende Maturaarbeiten vergeben, die an Bündner Gymnasien verfasst werden.

Die Mehrsprachigkeit das Kantons Graubünden ist ein wesentlicher Teil seiner Identität. Mit der Auszeichnung von Maturaarbeiten, welche sich wissenschaftlich und im Anwendungsbereich mit den Kantonssprachen auseinandersetzen, fördert die Fachstelle Mehrsprachigkeit des Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartements (EKUD) die sprachliche Vielfalt im Kanton sowie die Auseinandersetzung mit kulturellen und historischen Identitäten. Die Preisverleihung wurde im Staatskeller des Regierungsgebäudes durch Regierungsrat Jon Domenic Parolini persönlich vorgenommen. Die drei Preisträgerinnen durften die Auszeichnungen in Anwesenheit von Eltern und Freunden entgegennehmen.

Die Preisträgerin und Preisträger
Die diesjährigen Preisträgerinnen schliessen das Gymnasium gerade an der Bündner Kantonsschule in Chur ab.

Salome Valsecchi aus Samnaun-Compatsch untersuchte in ihrer Arbeit «Die Veränderungen des Samnaunerdialekts in den letzten 50 Jahren», wie sich der einzige nicht-alemannische deutsche Dialekt der Schweiz entwickelt hat, und welche Überbleibsel früherer Sprachen noch im Gebiet um Samnaun vorhanden sind. Sie nahm dazu eine qualitative und eine quantitative Untersuchung vor. (Preis: 1000 Franken)

Nadia Schütz aus Falera verfasste in ihrer Arbeit «Creaziun d’in cudisch per famiglias cun affons-steila» ein dreisprachiges Begleitheft für Familien (in Sursilvan, Rumantsch Grischun und Deutsch), die mit dem Verlust eines sogenannten Sternenkindes konfrontiert sind. Das Heft richtet sich einerseits an Geschwister (Geschichte in einfacher Sprache mit eigenen Illustrationen) und in einem zweiten Teil an Eltern. Die Arbeit zeigt auch Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Sursilvan und Rumantsch Grischun gut auf. (Preis: 500 Franken)

Anna Rodigari aus Müstair kreierte in ihrer Arbeit «Ils sgrafits in Val Müstair – ün gir tras ils cumüns» ein dreisprachiges Heft (in Vallader, Deutsch und Englisch), um die Sgraffiti verschiedener Häuser im Münstertal besser verstehen und interpretieren zu können. Das Heft ist ein guter Begleiter für Besucherinnen und Besucher sowie Einheimische, welche sich für die typischen Bemalungen der Behausungen im Tal interessieren. (Preis: 200 Franken)

Die kantonale Mehrsprachigkeit gehört in Bündner Gymnasien zum Alltag. Jedes Jahr machen einige Schülerinnen und Schüler diese zum Thema ihrer Maturaarbeit. So auch unsere drei Presiträgerinnen. «Die prämierten Arbeiten untersuchen Sprachphänomene unseres vielfältigen Kantons, sind mehrsprachig und haben einen praktischen Nutzen. Das persönliche Engagement der Autorinnen ist sehr beeindruckend», freut sich Regierungsrat Jon Domenic Parolini. Der Wettbewerb wird jedes Jahr ausgeschrieben und richtet sich an Maturandinnen und Maturanden der Bündner Gymnasien, die ihre Maturaarbeit jeweils im Frühling abschliessen.

Fotobeilage:

Auszeichnung Maturandinnen 2026

Foto 02

Die Gewinnerinnen mit Regierungsrat Jon Domenic Parolini und Alberto Palaia, Delegierter Fachstelle Mehrsprachigkeit. 

Auskunftsperson:

Alberto Palaia, Delegierter Fachstelle Mehrsprachigkeit, Tel. +41 81 257 44 65 (erreichbar von 11.00 bis 12.00 Uhr), E‑Mail Alberto.Palaia@ekud.gr.ch


zuständig: Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement / Fachstelle Mehrsprachigkeit

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