Navigation

Inhaltsbereich

eBBV
 
Das ARE führt das Projekt zur Einführung des elektronischen Baubewilligungsverfahrens im Kanton Graubünden durch. Ziel ist es, mit einer elektronischen Plattform den Bewilligungsprozess stark zu vereinfachen und zu beschleunigen – von der Gesuchstellung bis zur Mitteilung des Entscheides.

Einfachere und schnellere Prozesse für Gesuchstellende und Behörden

Statt wie heute mit zahlreichen Papierformularen soll das Verfahren zukünftig digital abgewickelt werden können. Die Gesuchsteller:innen – Bauherrschaften oder Architekten:innen – erfassen das Baugesuch in der kantonalen Web-Plattform. Alle zuständigen kommunalen und kantonalen Ämter erhalten Zugriff auf das digitale Dossier, um ihrerseits die Gesuche zu beurteilen und koordinierte Entscheidungen zu treffen.

News

Juni 2022: Das elektronische Baubewilligungsverfahren (eBBV) schreitet voran │ nächste Phase Submission
Seit dem 17. Juni 2022 ist für das Projekt eBBV die Entwicklung des IT-Systems öffentlich ausgeschrieben. Der Anforderungskatalog für dieses anspruchsvolle IT-System wurden unter Einbezug aller Bündner Gemeinden und der kantonalen Fachstellen erarbeitet. Zu diesem Zweck wurden zahlreiche Workshops und Einzelgespräche mit den Gemeinden und den Fachstellen geführt. Darüber hinaus wurden erste Prototypen des Systems erstellt und mit den Vertreter:innen der Nutzerkreise getestet. Die Unterlagen sind auf dem Informationssystem über das öffentliche Beschaffungswesen der Schweiz (www.simap.ch) einsehbar. Die Inbetriebnahme des eBBV ist auf Frühling 2024 geplant.

März 2022: Baugesuche sollen künftig digital eingereicht werden können | suedostschweiz.ch

Fahrplan des Projektes

  • Bis Mitte 2022: Konzeptphase: Klärung und Konzipierung von notwendigen Verfahrensabläufen, Zuständigkeiten, Prozessschritten, Schnittstellen, rechtlichen Aspekten etc.; Mitwirkungsprozess zur Berücksichtigung der Anforderungen und Bedürfnisse aller relevanten Akteure; Festlegung der technischen Anforderungen an die elektronische Plattform
  • Bis Herbst 2022: Submission und Vorbereitung des Vergabeentscheides für das IT-Projekt zur Entwicklung der elektronischen Plattform
  • Bis Mitte 2023: Umsetzung IT-Projekt: Umsetzung der elektronischen Plattform und der Schnittstellen zu den Geschäftsverwaltungssoftware der kommunalen und kantonalen Ämter
  • Ab Herbst 2023: Umsetzung der Einführungsmassnahmen
  • Ab Frühling 2024: Inbetriebnahme der elektronischen Plattform eBBV

Funktionsweise des eBBV

Dank dieser digitalen Abwicklung wird das Baubewilligungsverfahren für alle beteiligten Akteure stark vereinfacht: Das System unterstützt die Gesuchsteller:innen bereits bei der Erfassung der Baugesuche, indem es sie durch den Prozess führt, Hilfestellungen anbietet und bereits bekannte Informationen zum Gesuch automatisch abfüllt (z.B. GIS- oder GWR-Daten). Danach können alle zuständigen Ämter das Gesuch via Web-Browser oder allenfalls bestehender Verwaltungssoftware parallel bearbeiten, ohne die Zustellung der Dokumente abwarten zu müssen. Der administrative Aufwand wird deutlich reduziert. Die Kommunikation kann einfach und für alle nachvollziehbar geführt werden. Zudem ist der Bearbeitungsstand des Verfahrens jederzeit für alle entsprechend den Befugnissen ersichtlich. Die Verfahrensvorschriften werden nicht geändert und auch die kommunalen Baurechtsbestimmungen sind nicht betroffen.


Vorteile für Gesuchstellende und Gemeindemitarbeitende

  • Nutzergeführte Erfassung der Baugesuche durch die Gesuchsteller:innen: Reduktion unvollständiger Dokumente
  • Unterstützung der Gesuchsteller:innen und Amtsstellen mit Anleitungen, Checklisten, Mustern und Hinweisen
  • Postversand fällt weg: papierlose Abwicklung des Verfahrens
  • Effizienzgewinn durch elektronische Erfassung und Zustellung der Baugesuchunterlagen
  • Zeitgewinn infolge paralleler Bearbeitung durch die beteiligten Amtsstellen
  • Effiziente Verfahrenskoordination: die Akteure werden durch die Prozesse geführt
  • Transparenz für alle: der aktuelle Bearbeitungsstand des Gesuchs ist sichtbar
  • Schneller elektronischer Zugriff auf die aktuellen Unterlagen während und nach dem Verfahren
  • Automatischer Abgleich mit externen Datenquellen: z.B. GIS- und GWR-Daten (Eidg. Gebäude- und Wohnungsregister)

Plattform-Entwicklung: Einbezug von Nutzern und bestehenden Lösungen

Hauptnutzer der zu entwickelnden Plattform sind Gesuchsteller:innen und Projektverfasser:innen (Architekten:innen, Ingenieur:innen), Gemeinden (kommunale Baubehörden) sowie die kantonalen Fachstellen. Das Ziel ist es, dass sie alle die neue Plattform mit wenig Aufwand in ihre gängige Praxis integrieren können. Deshalb gilt es, die unterschiedlichen Anforderungen und Arbeitsweisen zu erfassen und in den Prozessen mit der neuen digitalen Plattform abzudecken. Damit die Interessen dieser Akteure ins Projekt einfliessen können, wurde eine umfassende Mitwirkung angestossen.

Mehrere andere Kantone sind zurzeit ebenfalls an der Entwicklung von digitalen Baubewilligungsverfahren oder haben ein solches bereits eingeführt. Unser Projektteam pflegt einen engen Austausch mit diesen Kantonen, um von ihren Erfahrungen zu profitieren. Bestehende, bewährte IT-Plattformen und Software-Module sollen wenn möglich übernommen und adaptiert werden.


Organisation

  • Auftraggeber des Projektes ist das Amt für Raumentwicklung (ARE). Das zuständige Projekt-Team des ARE wird von Omar Selmi geleitet (Abteilung Nutzungsplanung und BAB).
  • Das Projekt wird auf der strategischen und fachlichen Ebene von einem Steuerungs- respektive Fachausschuss begleitet.
  • Mit der Gesamtprojektleitung wurde das Planungsunternehmen Basler & Hofmann AG mit Projektleiter Nicolas Schmidt beauftragt.

Einbettung in die kantonale E-Government-Strategie

Das Projekt eBBV ist zentraler Bestandteil der kantonalen E-Government-Strategie (Priorität A = von sehr hoher Bedeutung) und untersteht somit dessen Vorgaben. E-Government hilft, Behördenleistungen einfacher nutzbar, transparenter und sicherer zu gestalten. Zudem schafft E-Government für Bevölkerung, Wirtschaft und Behörden einen Mehrwert und reduziert bei allen Beteiligten den Aufwand bei der Abwicklung von Behördengeschäften.


Weitere Informationen finden Sie hier

Downloads: Factsheets, Projektergebnisse u.a.