Trotz anfänglich spärlich vorhandenem Schnee in den Skigebieten starteten die Bündner Beherbergungsbetriebe mit formidablen Übernachtungszahlen in die Wintersaison 2025/2026. Kantonsweit wurden im Dezember 2025 über 605’000 Logiernächte gezählt. Dies bedeutet, es war der frequenzstärkste Monat Dezember seit Beginn der digitalisierten Aufzeichnungen der Beherbergungsstatistik im Jahr 1992. Unter dem Strich und auf das ganze Jahr bezogen, konnte im Jahr 2025, und dies bereits zum dritten Mal seit 2010, die Marke von 5,5 Millionen Logiernächten geknackt werden. Das zurückliegende Geschäftsjahr reiht sich somit in der Zeitreihe als das beste Tourismusjahr seit dem Jahr 2010 ein.
Rekord-Auftakt in die Wintersaison 2025/2026
Die Bündner Hotel- und Kurbetriebe konnten im Dezember 2025 über 605’000 Logiernächte generieren. Noch nie zuvor wurde in der Historie in einem Monat Dezember die Marke von 600'000 Logiernächten geknackt. Obschon in einigen Skigebieten der Saisonstart wegen des Schneemangels verschoben werden musste, gelangten im Monat Dezember somit ausserordentlich viele Gäste nach Graubünden. Das Wachstum von knapp 8 Prozent im Vergleich zum sehr guten Vorjahresmonat ist beachtlich. Auch im mittelfristigen Vergleich legte der Bündner Tourismus mit einem Plus von über 20 Prozent im Vergleich zum Mittel der letzten fünf Jahre nochmals kräftig zu. Das grösste Wachstum innert Jahresfrist konnten die Südbündner Täler, sowie das Ober- und Unterengadin und die Destination Chur verbuchen. Auch die Destinationen Viamala und Prättigau verbuchten im Dezember 2025 Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich. Lediglich die Destinationen in der mittleren und oberen Surselva, sowie die Tourismusdestination Arosa vermeldeten einen leichten Rückgang bei den Übernachtungszahlen im Vergleich zum Vorjahr.
Nachfrage nach Winterferien in Graubünden wächst… fast überall auf der Welt!
Weiterhin sehr erfreuliche Wachstumsraten verbuchen die Bündner Hotel- und Kurbetriebe bei den Frequenzen aus Nordamerika. Die USA mauserten sich im Dezember 2025, nach der Schweiz und Deutschland, zum drittbesten Markt für den Tourismus in Graubünden. Ebenfalls zugelegt hat die Nachfrage aus dem Vereinigten Königreich. Dazu kommt, dass die Übernachtungszahlen aus Italien im Dezember 2025, nach einer Baisse im Vorjahr, wieder kräftig gewachsen sind (Plus 27 Prozent). Das Rückgrat der Nachfrage nach Ferien in Graubünden bildet nach wie vor der Schweizer Gast. Im Vergleich zum Dezember 2024 haben die von Gästen aus dem Inland generierten Logiernächte um zusätzliche 18'726 Einheiten zugenommen. Dies ist das grösste absolute Wachstum bei den Gästen nach Herkunftsländern. Es folgen die USA (Plus 4'363 Logiernächte) und Italien (Plus 3'723 Logiernächte).
Im Vergleich zu den weiteren Schweizer Tourismusregionen ist das kantonsweite Plus von 7,8 Prozent bei den Übernachtungen ähnlich hoch wie in den weiteren Bergregionen. Das Wallis konnte beispielsweise im Dezember um 7,7 Prozent, die Bern und Fribourg Region um 7,2 Prozent, respektive 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat wachsen. Der Kanton Waadt und das Tessin legten im Dezember 2025 mit Wachstumsraten von über 10 Prozent vergleichsweise am stärksten zu.
Jahresrückblick 2025: Zweitbestes Jahr im Bündner Tourismus seit 2010
Der Bündner Tourismus blickt auf eine sehr erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Im Zusammenzug handelt es sich um das frequenzstärkste Jahr in der Bündner Hotellerie seit 2010. Treiber des letztjährigen Wachstums bei den Logiernächten war die sehr gute Nachfrage bei den Fernmärkten. Gleichzeitig buchten ähnlich viele Gäste aus dem EU-Raum und der Schweiz, Ferien in den Bündner Destinationen; deren Nachfrage konnte somit konsolidiert werden. Den grössten Beitrag an das ansehnliche Plus leistete der nordamerikanische Markt. Trotz der höheren Inflationsrate und ungünstigen Wechselkursbedingungen zog es im letzten Jahr nochmals mehr Gäste aus den Vereinigten Staaten nach Graubünden, der Wachstumstrend schrieb sich also weiter fort. Dies geschah ausserdem im Gegensatz zur ursprünglich prognostizierten Stagnation bei den Buchungen durch amerikanische Gäste. Dazu kommt auch ein starkes Plus, um fast einen Viertel bei den kanadischen Gästen. Die höchsten Wachstumsquoten hingegen verzeichnete der Bündner Tourismus bei den Gästen aus Indien und Japan. Ebenfalls eine überdurchschnittlich gute Entwicklung konnte in den Märkten in Zentral- und Südamerika, insbesondere auch in Brasilien, erzielt werden.
Unter den Destinationen konnten vor allem die international ausgerichteten Tourismusorte wie St. Moritz und Davos, aber auch Chur von der steigenden Nachfrage aus den Fernmärkten profitieren. Die eher auf Gäste aus der Schweiz und dem näheren Ausland ausgerichteten Destinationen konnten hingegen davon profitieren, dass beispielsweise die preissensibleren deutschen Gäste aus den hochpreisigen Destinationen zunehmend auf diese ausgewichen sind. Nach wie vor auf einem hohen und erfreulichen Niveau bewegen sich die Logiernächtezahlen der Gäste aus der Schweiz. Ferien in den Bündner Bergen bleiben also auch nach der Pandemie für viele Schweizer Gäste interessant und attraktiv.
Datenblatt Beherbergungsstatistik: Monatsdaten Dezember
Weitere Daten: Beherbergungsstatistik (gr.ch)