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Die Bündner Hotel- und Kurbetriebe verzeichneten im September 2026 insgesamt 498'470 Logiernächte, das sind 11,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Bruttozimmerauslastung stieg indessen von 42,3 auf 46,4 Prozent. Das Wachstum stützt sich vor allem auf die Schweizer Gäste, die Nachbarländer, Israel und die Vereinigten Staaten. Auf Destinationsebene entfiel mehr als die Hälfte des Zuwachses auf die Destination Engadin St. Moritz.

Im Kanton wurden im September 50'418 Übernachtungen mehr gezählt als im Vorjahr. Das Ergebnis liegt zudem 10,6 Prozent über dem 5-Jahresmittel. Rund die Hälfte des Zuwachses geht auf das Konto der Schweizer Gäste (Plus 8,8 Prozent, respektive 25'650 Logiernächte). Dahinter folgen Deutschland (Plus 13,0 Prozent, respektive 7'737 Logiernächte), Israel (Plus 132,3 Prozent, respektive 4'315 Logiernächte), die Vereinigten Staaten (Plus 18,2 Prozent, respektive 3'332 Logiernächte) und Belgien (Plus 41,2 Prozent, respektive 2'164 Logiernächte). Prozentual markant zulegen konnten ausserdem Japan, Brasilien, Spanien und Südosteuropa. Besonders auffällig ist der Ausschlag bei den Gästen aus Israel. Er dürfte unter anderem auch mit der früheren Terminlage der jüdischen Herbstfeiertage im Vergleich zum Vorjahr zusammenhängen. Weniger Übernachtungen als im Vorjahr generierten im gleichen Zeitraum die Niederlande (Minus 11,3 Prozent), Polen (Minus 27,2 Prozent), Indien (Minus 23,1 Prozent) sowie die Golfstaaten. Die gestiegene Inflation in manchen Ländern des Orients verkleinerte das Reisebudget in verschiedenen Herkunftsmärkten. Dazu verteuerten sich die Reisekosten in diesen Herkunftsmärkten, wegen den höheren Kerosinpreisen teilweise deutlich.

Im Vergleich der Schweizer Tourismusregionen resultierte für Graubünden der höchste Zuwachs. Im Landesmittel stiegen die Logiernächte im September um 5,2 Prozent, alle Regionen verbuchten ein Plus. Nach Graubünden (Plus 11,3 Prozent) folgen die Fribourg Region (Plus 9,5 Prozent), die Bern Region (Plus 7,9 Prozent) und das Tessin (Plus 7,2 Prozent). Deutlich verhaltener entwickelten sich die Ostschweiz (Plus 1,0 Prozent), das Wallis (Plus 1,1 Prozent) und die Region Zürich (Plus 2,0 Prozent). Graubünden steuerte damit knapp ein Viertel des schweizweiten Zuwachses bei, dies bei einem Anteil von rund 11 Prozent an den Logiernächten. Auch in der Kumulation von Januar bis September steht der Kanton gut da: Mit 4'708'812 Logiernächten (Plus 2,5 Prozent) liegt Graubünden bezüglich Wachstumsrate hinter der Fribourg Region an zweiter Stelle, während die Schweiz insgesamt auf dem Vorjahresniveau verharrt.

Die Entwicklung in den einzelnen Destinationen fiel überwiegend erfreulich aus. Den Löwenanteil zum ausgewiesenen Wachstum im September steuerte die Destination Engadin St. Moritz bei (Plus 20,5 Prozent, respektive 28'394 Logiernächte), gefolgt von den Destinationen Scuol Samnaun Val Müstair (Plus 11,6 Prozent), Lenzerheide (Plus 18,0 Prozent), Arosa (Plus 13,7 Prozent) und der Churer Stadthotellerie (Plus 10,8 Prozent). Relativ gesehen wuchsen die Destinationen San Bernardino, Mesolcina / Calanca (Plus 35,4 Prozent) und Disentis Sedrun (Plus 19,0 Prozent) besonders stark. Auf Vorjahresniveau bewegte sich Davos Klosters (Minus 0,1 Prozent). Rückgänge verzeichneten das Prättigau (Minus 4,7 Prozent) und die Surselva (Minus 5,8 Prozent). Die Daten für das Puschlav wurden imputiert, wodurch die effektiven und revidierten Daten noch deutlich von den aktuell ausgewiesenen abweichen könnten.

Die Bruttozimmerauslastung im Monat September 2026 legte im Kanton um 4,1 Prozentpunkte gebenüber dem Vorjahr zu. Die höchste Auslastung weist bekanntlich die Churer Stadthotellerie mit rekordverdächtigen 83,0 Prozent aus, gefolgt von der Bündner Herrschaft (67,9 Prozent). Zu den Spitzenreitern im Kanton gehört im Monat September auch die Destination Engadin St. Moritz mit 54,3 Prozent, wo die Auslastung gegenüber dem Vorjahr um satte 7,7 Prozentpunkte gesteigert werden konnte. Deutlich verbessert hat sich die Zimmerauslastung ausserdem in den Destinationen Flims Laax (Plus 7,0 Prozentpunkte) und Lenzerheide (Plus 4,4 Prozentpunkte). Eine leicht tiefere Auslastung als im Vorjahr verbuchten andererseits die Destinationen Bergün Filisur, Davos Klosters und das Puschlav. Die tiefste Auslastung weisen im vorliegenden Berichtsmonat die Destinationen Arosa (26,7 Prozent) und San Bernardino, Mesolcina / Calanca (26,0 Prozent) aus, wobei beide Destinationen im Vergleich zum Vorjahr die Bruttozimmerauslastung steigern konnten.

Methodische Anmerkung:

Die Daten für die Hotelbetriebe in der Destination Valposchiavo vom Januar und September 2026 werden nachträglich zur Publikation durch das Bundesamt für Statistik noch einmal überarbeitet. Die effektiven Logiernächtezahlen werden folglich deutlich von denen in der vorliegenden Publikation abweichen. Es ist davon auszugehen, dass sowohl für das Puschlav, als auch für die Daten in Graubünden in der Jahresbetrachtung aktuell bis zu 7’000 Logiernächte zuviel ausgewiesen werden. Die definitiven und korrigierten Daten für das Jahr 2026 erscheinen im Februar 2027.

Datenblatt Beherbergungsstatistik: Monatsdaten September

Datenblatt Bruttozimmerauslastung: Bruttozimmerauslastung

Weitere Daten: Beherbergungsstatistik (gr.ch)

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