Die Bestandserhebungen 2026 zeigen, dass der Hirschbestand im Kanton gegenüber dem Vorjahr erneut leicht zurückgegangen ist. Beim Reh deuten die Ergebnisse auf ähnlich hohe Bestände hin wie 2025, teils mit grossen regionalen Unterschieden. Erneut sehr hoch war die Anzahl Feldhasen. Die Jagd trägt massgeblich zur Erreichung der Ziele bei, die in der Strategie «Lebensraum Wald-Wild 2021» definiert wurden.
Die Schätzung der Frühlingsbestände 2026 zeigt, dass die Jagd ihren Auftrag im vergangenen Jahr zur Reduktion des Hirschbestands erfüllt hat, und dies trotz eines sehr milden Winters. Mit 13 485 Hirschen wird der kantonale Bestand um 100 Tiere tiefer eingeschätzt als im Vorjahr. «Trotz des milden Winters mit wenig Fallwild konnte der kantonale Hirschbestand im Vergleich zum Vorjahr erneut leicht reduziert werden. Das ist ein Erfolg und eine grossartige Leistung der Jägerschaft», sagt Adrian Arquint, Co-Leiter des Amts für Jagd und Fischerei. In den Rehtestgebieten wurden in diesem Frühling 970 Tiere gezählt, 46 Rehe mehr als 2025. Zudem werden die Rehe auch auf den Hirschtaxationen mitgezählt. Dabei wurden in diesem Jahr 3088 Rehe erfasst (2025: 3302). Wie hoch die regionalen Rehbestände tatsächlich sind, zeigt sich erst anhand der Rehbockstrecke der Hochjagd.
Reduktion der Hirschbestände ist auf Kurs
In der Strategie «Lebensraum Wald-Wild 2021» wurde die Reduktion der Schalenwildbestände als wichtige Massnahme zur Verbesserung der kantonalen Wald-Wild-Situation definiert. Dank des grossen Engagements der Jägerinnen und Jäger konnte der Hirschbestand im Vergleich zum Jahr 2020 um 17 Prozent (2805 Hirsche) reduziert werden. «In 19 der 21 Hirschregionen entspricht die Entwicklung des Hirschbestands der Zielsetzung der Strategie Lebensraum Wald-Wild 2021, wobei der Zielbestand aber noch nicht überall erreicht ist», sagt Adrian Arquint. In mehreren Regionen ist die angestrebte Reduktion erreicht und die Bestände können auf dem aktuellen Niveau stabilisiert werden.
Auf der diesjährigen Jagd sollen gemäss kantonalem Abschussplan 4616 Hirsche erlegt werden (2025: 4835 Hirsche), dies bei einem Anteil von 2514 weiblichen Tieren (2025: 2638). Die Bejagung von Gämsen und Rehen erfolgt in den meisten Regionen im Rahmen der Vorjahre. Zur nachhaltigen Verjüngung der Wälder ist es in vielen Regionen sehr wichtig, dass die Jägerinnen und Jäger auch Rehgeissen und Gämsen im Wald intensiv bejagen.
Hohe Niederwildzählungen
Die Niederwildbestände werden in Graubünden durch ein intensives jährliches Monitoring überwacht. Die ersten Ergebnisse der Bestandserhebungen zeigen, dass die Hasen wie auch die Birkhühner in vielen Gebieten auf einem hohen Niveau stabile Bestände aufweisen. Auf den Hirschzählungen wurden 1306 Feldhasen mitgezählt, was die höchste je erreichte Zahl ist. Die Jagdbetriebsvorschriften der vergangenen Jahre haben sich für eine nachhaltige Bejagung dieser Arten bewährt und werden entsprechend weitergeführt. Die Jägerinnen und Jäger sind sich ihrer Verantwortung bei der Ausübung dieser Jagd bewusst und setzen sich mit der Hege aktiv für diese Arten ein.
Weitere Infos:
Auskunftspersonen:
- Regierungsrätin Dr. Carmelia Maissen, Vorsteherin Departement für Infrastruktur, Energie und Mobilität, Tel. +41 81 257 36 01 (erreichbar von 13.00 bis 14.00 Uhr), E‑Mail Carmelia.Maissen@diem.gr.ch
- Adrian Arquint, Co-Amtsleiter, Amt für Jagd und Fischerei, Tel. +41 81 257 38 91 (erreichbar von 10.00 bis 11.30 Uhr), E‑Mail Adrian.Arquint@ajf.gr.ch
zuständig: Regierung