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Badewasser

Bei der Inspektion wird zwischen Bädern mit künstlichen Becken, Badeteichen und Badestellen an Seen unterschieden. Die Kontrollen und die Beurteilung der verschiedenen Badewasser werden den entsprechenden Vorschriften angepasst.

Gemeinschaftsbäder

Unter kontrollpflichtigen Gemeinschaftsbädern sind die nachstehend aufgeführten Schwimm- und Badeanlagen mit künstlichen Becken zu verstehen, die durch die Allgemeinheit benütz werden, wie
- Hallenbäder,
- Freibäder,
- Schulschwimmbäder,
- Therapiebäder,
- Hotelbäder,
- Schwimm- und Badebecken in Wohnüberbauungen, Ferien-, Sport-, Fitness- und Wellnesscentern.

Hallenbädern werden in der Regel unangemeldet zweimal pro Jahr kontrolliert.

Freibäder werden pro Saison einmal inspiziert und bei ungenügenden Wasserwerten erfolgt eine Nachkontrolle.

Neben der Wasserqualität und den allgemeinen hygienischen Anforderungen werden die Belange der Chemikaliengesetzgebung überprüft. Die Badewasserqualität muss der Norm 385/9 des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) entsprechen. Jeder Badebetrieb braucht eine Betriebsbewilligung, muss eine Chemikalien-Ansprechperson mitteilen und braucht eine interne oder externe Person mit der Fachbewilligung zur Desinfektion des Badewassers in Gemeinschaftsbädern. Als Desinfektionsmittel (Biozidprodukt) dürfen nur Chemikalien eingesetzt werden, die in der Schweiz durch die Anmeldestelle für Chemikalien zugelassen sind.

Badebecken 

Badeseen

In Seen, die zum Baden oder für Wassersportarten genutzt werden, kontrolliert die Chemikaliensicherheit stichprobenweise die Wasserqualität. Die Untersuchung und Beurteilung der Proben erfolgt aufgrund der Empfehlung zur Untersuchung und Beurteilung der Badewasserqualität von See- und Flussbädern (Herausgegeben vom Bundesamt für Umwelt und vom Bundesamt für Gesundheit, 2013).

Bestimmt werden vorwiegend E.coli Bakterien und intestinale Enterokokken sowie zusätzliche chemische Parameter (z.B. Ammonium, Nitrat, Nitrit, Phosphor Chlorid und Sulfat).

Die Beurteilung der Qualität erfolgt in Qualitätsklassen A bis D. Die Klassen A und B bedeuten, eine gesundheitliche Beeinträchtigung ist nicht zu erwarten. Die Wasserqualität der Bündner Badeseen kann praktisch immer den Klassen A und B zugeordnet werden.

Badewasserqualität 2019


See- und Flussbäder 

Badeteiche

Das Anlegen öffentlicher, künstlicher Badeteiche ist eine neue Erscheinung, die in den letzten Jahren zunehmend anzutreffen ist. Die Behandlung des Badewassers erfolgt dabei einzig auf „natürliche“ Weise. Daher muss die Beurteilung der vorliegenden Hygieneanforderung mit besonderer Aufmerksamkeit erfolgen.

Badeteiche umfassen zwei oder mehrere Becken, von denen ein Teil für die Badenden bestimmt ist, währen der andere Teil für die Regenerierung des Wasers benötigt wird. Diese Regenerierung geschieht hauptsächlich mittels Diffusion des Wasers durch verschiedene mineralische Schichten sowie durch die Aktivität der Wasserpflanzen, Algen und der natürlich vorkommenden Mikroorganismen.

Infos

Badeteiche Empfehlungen BAG
Chemikalienansprechperson GR
Fachbewilligung GR

Formulare

Gesuchformular Betriebsbewilligung
Mitteilung CAP
Mitteilung FBI