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Auswertung

 
Die grundlegenden Zusammenhänge der Strukturen einer Fundstelle und deren zeitlicher Abfolge werden in den meisten Fällen schon während der Grabung/Bauuntersuchung erkannt. Bei der Auswertung werden alle Fakten, Beobachtungen und Schlüsse noch einmal sorgfältig überprüft. Die aussagekräftigen Funde werden gezeichnet, katalogisiert und über Vergleiche mit anderen Fundorten in die entsprechenden Epochen und Jahrhunderte eingeordnet. Die Erkenntnisse zur räumlichen und baulichen Entwicklung von Siedlungen, Bauten und Friedhöfen werden erst dann mit Hilfe der Vielzahl an Planaufnahmen in Übersichten zusammengefasst und mit den zeitlichen Daten verknüpft, die aus dem Fundmaterial, historischen Quellen, baulichen Stilmerkmalen und naturwissenschaftlichen Untersuchungen gewonnen worden sind.

Wenn alle diese Grundlagen vorliegen, kann die Entstehung und Geschichte eines bronzezeitlichen Siedlungsplatzes, eines eisenzeitlichen Friedhofes oder einer mittelalterlichen Burganlage nachgezeichnet werden. Wirklich abgeschlossen und endgültig archiviert sind die archäologischen Untersuchungen einer Fundstelle aber erst dann, wenn die Auswertungsergebnisse in gedruckter Form einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.