Das Monitoring der Wölfe im Unterengadin brachte zum Jahreswechsel zwei neue Erkenntnisse zutage:
Mehrere DNA-Proben, unter anderem von im Zuge der Regulation erlegten Wölfe zeigen, dass es sich bei den als Wolfsrudel Clemgia angenommenen Wölfen um jene des Sinestra-Rudels handelt. Da ab Mitte September gleichzeitig im Val Sinestra wie auch ca. 14 Kilometer davon entfernt im Val S-charl Wolfswelpen festgestellt wurden, war das AJF Anfang Oktober 2025 von zwei unabhängigen Wolfsrudeln ausgegangen (vgl. Mitteilungen auf der AJF-Webseite vom 24.09.2025 sowie vom 10.10.2025). Anhand der aktuellsten genetischen Resultate bestehen für ein eigenständiges Wolfsrudel Clemgia somit keine Hinweise (vgl. Rudelkarte).
Im Sommer 2025 zählte das Sinestrarudel zwei Adultwölfe sowie sieben Welpen. Im Rahmen der Regulation des Sinestra-Rudels wurden demnach bis Ende Dezember sechs Wölfe, darunter das weibliche Leittier, erlegt.
In den vergangenen zwei Wochen wurden im Gebiet von Tarasp und dem Val S-charl bis Ramosch sowie auf orographisch beiden Seiten des Val Sinestra mittlerweile über 20 Nachweise eines Wolfspaares mit einem erkennbar schwarz gefärbten Wolfsrüden festgestellt. Bei diesen handelt es sich nicht um Wölfe des Sinestrarudels. Dieses Wolfspaar ist bundesrechtlich geschützt.
Die Regulation des Sinestrarudels muss bis Ende Januar mit entsprechender Rücksicht auf die Präsenz dieses Wolfspaares weitergeführt werden.