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Auf dieser Seite finden Sie wichtige Informationen zur Unterbringung, Betreuung und Unterstützung von Schutzsuchenden aus der Ukraine im Kanton Graubünden.

Einreise

Ukrainische Staatsangehörige, die über einen gültigen biometrischen Reisepass verfügen, können für einen bewilligungsfreien Aufenthalt von längstens 90 Tagen in die Schweiz einreisen. Angesichts des Krieges in der Ukraine wird die bewilligungsfreie Einreise auch dann gewährt, wenn die kriegsbetroffenen ukrainischen Staatsangehörigen keinen biometrischen Reisepass besitzen, ihre ukrainische Staatsangehörigkeit aber auf andere Weise nachweisen können.

Informationen über das Leben in der Schweiz mit Schutzstatus S

Schutzstatus S für Menschen aus der Ukraine

Schutzsuchende aus der Ukraine, die ihre Heimat wegen des Kriegs verlassen mussten, erhalten in der Schweiz den Schutzstatus S. Damit erhalten die Geflüchteten rasch ein Aufenthaltsrecht, ohne dass sie ein ordentliches Asylverfahren durchlaufen müssen. Weitere Informationen
Wir empfehlen allen Schutzsuchenden, in einem ersten Schritt so schnell wie möglich ein Gesuch einzureichen: Online. Nach Gesuch-Einreichung ist die schutzsuchende Person krankenversichert.

Verlängerung des Aufenthalts

Ukrainische Staatsangehörige, die sich im Rahmen des bewilligungsfreien Aufenthalts in der Schweiz aufhalten und nicht in ihr Heimatland zurückkehren können, können beim Migrationsamt wie folgt die Verlängerung ihres Aufenthalts beantragen: Sie sprechen beim Migrationsamt nach telefonischer Terminabsprache (Tel. 081 257 30 01) vor und ersuchen um Ausstellung eines nationalen Visums (D-Visum). Dabei müssen sie ihren Reisepass vorweisen und ihre Aufenthaltsadresse im Kanton Graubünden angeben.

Familiennachzug

Ukrainische Staatsangehörige, die sich in der Schweiz aufhalten und die Heirat mit einer hier aufenthaltsberechtigten Person beabsichtigen, oder die den Familiennachzug beantragen möchten, melden sich bei der Einwohnerkontrolle ihres Aufenthaltsortes an und reichen über diese ein Aufenthaltsgesuch ans Migrationsamt ein.
Ein Familiennachzug ist im Bereich des Ausländer- und Integrationsgesetzes für Geschwister und Eltern mit ukrainischer Staatsangehörigkeit rechtlich nicht möglich. Eltern und Geschwister haben deshalb eine der oben angeführten Möglichkeiten zu prüfen.

Öffentlicher Verkehr

Vom 21. März bis 31. Mai 2022 können Kriegsvertriebene aus der Ukraine den öffentlichen Verkehr in der Schweiz auf den GA-Bereichsstrecken kostenlos nutzen. Per 1. Juni kehrt die öV-Branche zur ursprünglichen Regelung zurück. Für notwendige Fahrten im Zusammenhang mit Behördengängen können den Flüchtenden durch die Bundesasylzentren und die kantonalen Sozialhilfebehörden bei Bedarf weiterhin kostenlose Fahrausweise abgegeben werden. Für alle anderen Reisen im öffentlichen Verkehr müssen sie ab dem 1. Juni 2022 reguläre Fahrausweise kaufen. Kostenlos bleibt vorderhand die Ein- und Durchreise. Weitere Informationen

Zuständigkeiten

Um die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Unterbringung, Betreuung, Unterstützung und Beschulung der Schutzsuchenden aus der Ukraine zu bewältigen, hat die Regierung die Zuständigkeiten der kantonalen Dienststellen definiert:

  • Schutzbedürftige in kantonalen Kollektivstrukturen werden vom Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden betreut und unterstützt.
  • Schutzbedürftige mit Ausweis «S», welche bei einer Gastfamilie oder in einer privaten Wohnung Zuflucht gefunden haben, werden vom zuständigen regionalen Sozialdienst des Kantons im Bereich persönliche und wirtschaftliche Sozialhilfe unterstützt. Die finanzielle Unterstützung erfolgt direkt durch den regionalen Sozialdienst. Dadurch entstehen den Gemeinden keine zusätzlichen Kosten: Der Kanton trägt sowohl die Kosten der Sozialberatung wie auch der finanziellen Unterstützung für diese Personengruppe.
  • Personen ohne Ausweis «S» (90-tägiges Touristenvisum), welche bei einer Gastfamilie oder in einer privaten Wohnung untergebracht sind, werden vom zuständigen regionalen Sozialdienst des Kantons im Bereich persönliche Sozialberatung unterstützt. Die Kosten für die Unterkunft und weitere finanzielle Unterstützung gehen mindestens bis zum Erhalt des Schutzstatus «S» vollumfänglich zulasten der Schutzbedürftigen beziehungsweise deren privaten Gastfamilie. Wird trotzdem finanzielle Unterstützung benötigt, wird diese in Form der Nothilfe durch die Gemeinde ausgerichtet. Alternativ stehen für Kost und Logis die Bundesasylzentren zur Verfügung.
    Schutzsuchenden wird nach wie vor empfohlen, so schnell wie möglich beim SEM ein Gesuch einzureichen. Nach Einreichung des Gesuchs beim SEM erhalten sie einen Termin in einem Bundesasylzentrum für die Registrierung.
  • Die Beschulung von Kindern und Jugendlichen, welche nicht in einer Kollektivunterkunft des Kantons untergebracht sind, findet in den entsprechenden Wohngemeinden der Schutzsuchenden statt. Die kantonale Zuständigkeit liegt beim Amt für Volksschule und Sport.
  • Aufgaben im Bereich Bevölkerungsschutz (Strahlenbelastung, Schutzräume etc.) stehen in der Kompetenz des Amts für Militär und Zivilschutz (AMZ). Das AMZ unterstützt zudem die Dienststellen sowie Gemeinden in der Koordination und Umsetzung von Massnahmen.

Unterbringung

Grundsätzlich ist vorgesehen, dass Schutzbedürftige mit Aufenthaltsstatus S wie Asylsuchende in Erstaufnahmezentren, Transitzentren oder Minimalzentren untergebracht werden, sofern sie wirtschaftlich unselbständig sind. (Art. 35 Verordnung zum Einführungsgesetz zur Ausländer- und Asylgesetzgebung (RVzEGzAAG; BR 618.110).

Die Szenarien gehen davon aus, dass bis Ende 2022 über 7500 Personen aus der Ukraine als Schutzbedürftige mit Aufenthaltsstatus S dem Kanton Graubünden zugewiesen werden. Auf Grund der grossen Anzahl Personen hat die Regierung entschieden, dass Schutzbedürftige mit Aufenthaltsstatus S auch in Mietwohnungen oder bei Privaten untergebracht werden können. Als Mietwohnungen gelten komplett abschliessbare Wohneinheiten mit eigenem Bad und eigener Kochmöglichkeit. Bei der Unterbringung bei Privaten sollen Schutzbedürftigen mit Aufenthaltsstatus S mindestens ein abschliessbares Zimmer mit Fenster zur Verfügung stehen, Bad und Kochmöglichkeit aber mit den Gastgebern geteilt werden.

Kollektivunterkünfte

Das Amt für Migration und Zivilrecht betreibt im ganzen Kanton Kollektivunterkünfte. Derzeit werden neue Standorte evaluiert und in Betrieb genommen. Eine aktuelle Übersicht über die Standorte finden Sie hier: Zuständigkeiten - Asyl+Verfahren (gr.ch)

Mietwohnungen

Schutzbedürftige mit Aufenthaltsstatus S können Mietwohnungen im Kanton Graubünden beziehen. Sie verfügen über die gleichen Rechten und Pflichten wie die einheimische Bevölkerung: Sie unterzeichnen selbständig den Mietvertrag, entrichten den Mietzins und haften bei allfälligen Schäden.
Wenn die Personen mit Aufenthaltsstatus S wirtschaftlich unselbständig sind, haben sie Anspruch auf finanzielle Unterstützung. Im Bereich der Wohnkosten sind Schutzbedürftige Aufenthaltsstatus S der einheimischen Bevölkerung gleichgestellt, welche Sozialhilfe bezieht: der ortsübliche Mietzins einer preisgünstigen Wohnung für die entsprechende Haushaltsgrösse zuzüglich Nebenkosten wird als Unterstützungsleistung übernommen. Dabei orientiert der Kanton sich an den Mietzinsrichtlinien der einzelnen Gemeinden, welche teilweise nicht öffentlich sind. Betroffenen wird empfohlen, vor der Unterzeichnung des Mietvertrags beim zuständigen regionalen Sozialdienst abzuklären, ob der Mietzins übernommen wird.

Unterbringung bei Privaten

Schutzbedürftige mit Aufenthaltsstatus S können auch bei Privaten eine Unterbringung in Anspruch nehmen. Wir empfehlen dringend, diese Art der Unterbringung in einem Untermietvertrag oder auch einem Mietvertrag zu regeln. Der zuständige Sozialdienst kann dabei behilflich sein.

Betreuung 

Schutzbedürftige mit Aufenthaltsstatus S erhalten professionelle Unterstützung.

Kollektivunterkünfte

Die Betreuenden der Kollektivunterkünfte stehen den Bewohnenden für alltägliche Fragen zur Verfügung.

Mietwohnungen

Personen mit Aufenthaltsstatus S in Mietwohnungen werden durch die Mitarbeitenden der regionalen Sozialdienste sowie dem Sozialdienst Davos unterstützt. Jede Gemeinde ist einem Sozialdienst zugewiesen. Den zuständigen Sozialdienst finden Sie hier: Sozial- und Suchtberatung (gr.ch)

Unterbringung bei Privaten

Personen mit Aufenthaltsstatus S bei Privaten werden durch die Mitarbeitenden der regionalen Sozialdienste sowie dem Sozialdienst Davos unterstützt. Jede Gemeinde ist einem Sozialdienst zugewiesen. Den zuständigen Sozialdienst finden Sie hier: Sozial- und Suchtberatung (gr.ch). Auch Bündner Gastfamilien können sich punktuell an den Sozialdienst werden. Eine Begleitung vor Ort in den Bündner Gastfamilien kann aus Ressourcengründen aktuell nicht geleistet werden.

Finanzierung

Der Bund entschädigt die Kantone für die Kosten, welche ihm durch die Betreuung und Unterbringung der Schutzbedürftigen mit Aufenthaltsstatus S entstehen mit der Globalpauschale 1. Diese wird die Kosten für Schutzbedürftige mit Aufenthaltsstatus S im Kanton Graubünden nicht decken: der Kanton rechnet bis Ende 2022 mit Kosten von rund 53 Millionen Franken, davon werden durch mit der Globalpauschale 1 des Bundes voraussichtlich 40 Millionen Franken gedeckt. Die übrigen 13 Millionen Franken trägt der Kanton.

Die Finanzierung von Schutzbedürftige mit Aufenthaltsstatus S ist kantonal geregelt. Die Höhe der Unterstützung bemisst sich an der Sozialhilfe für Personen aus dem Asylbereich. Sie ist tiefer als die Sozialhilfe für die einheimische Bevölkerung oder für Flüchtlinge. Die Unterstützung ist abhängig von der individuellen Situation der Person.

Kollektivunterkünfte

Schutzbedürftige mit Aufenthaltsstatus S in den Kollektivunterkünften werden gemäss der "Weisung und Handlungsrichtlinien zur Unterstützung und Betreuung von Personen des Asylbereichs" des Amts für Migration unterstützt.

Mietwohnungen

Die finanzielle Unterstützung von Schutzbedürftige mit Aufenthaltsstatus S in einer eigenen Mietwohnung orientiert sich an den SKOS-Richtlinien, wobei der Grundbedarf um 20% reduziert wird. Dabei wird auch die Grösse der Unterstützungseinheit berücksichtigt. Der Grundbedarf deckt die Kosten für Nahrungsmittel, Energieverbrauch, Haushaltskosten, Körperpflege, Kleider und weiterer persönlichen Ausgaben. Zusätzlich wird maximal der ortsübliche Mietzins einer preisgünstigen Wohnung für die entsprechende Haushaltsgrösse zuzüglich Nebenkosten als Unterstützungsleistung übernommen. Die Kosten der Krankenkasse sowie Selbstbehalte oder Franchisen der Schutzbedürftigen mit Aufenthaltsstatus S werden über den regionalen Sozialdienst direkt mit der Krankenkasse abgerechnet.

Unterbringung bei Privaten

Die Personen mit Aufenthaltsstatus S erhalten einen Grundbedarf, welcher sich an einer familienähnlichen Wohngemeinschaft orientiert. Dieser erhält einen Beitrag für Wohnnebenkosten wie bspw. Strom sowie Nahrungsmittel in der Höhe von rund 20%. Zusätzlich wird für die Unterkunft pro Person Fr. 200, maximal aber Fr. 200 pro von der Gastfamilie zur Verfügung gestelltem Zimmer ausgerichtet. Die Kosten der Krankenkasse sowie Selbstbehalte oder Franchisen der Schutzbedürftigen mit Aufenthaltsstatus S werden über den regionalen Sozialdienst direkt mit der Krankenkasse abgerechnet.

Gesundheit / Krankenkasse

Ukrainerinnen und Ukrainer können sich drei Monate lang visums- und bewilligungsfrei in der Schweiz aufhalten, zum Beispiel also bei Verwandten oder Privatpersonen wohnen. In diesem Fall untersteht die Person nicht dem Krankenversicherungsobligatorium. Allenfalls verfügt sie über eine Reiseversicherung oder ihre Gastgeber hat eine solche abgeschlossen.

Sobald sich eine schutzbedürftige Person bei einem Bundesasylzentrum meldet und dort ein Gesuch um Schutzstatus S einreicht, kann rückwirkend auf dieses Datum eine Krankenversicherung abgeschlossen werden. Dabei ist zu unterscheiden, in welchen Strukturen sich die Schutzbedürftigen mit Aufenthaltsstatus S aufhalten.

Kollektivunterkünfte

Schutzbedürftige mit Aufenthaltsstatus S, welche in einer Kollektivunterkunft des Kantons untergebracht sind, werden vom Kanton automatisch krankenversichert. Der Kanton hat für Personen in den Kollektivunterkünften eine Kollektivkrankenversicherung abgeschlossen.

Mietwohnungen

Bei Personen in Mietwohnungen ist zu unterscheiden: Wenn die Schutzbedürftigen mit Aufenthaltsstatus S sich vor dem Bezug der Mietwohnung in einer Kollektivunterkunft des Kantons aufgehalten haben, besteht eine Krankenversicherung. Mit dem Austritt aus der Kollektivunterkunft wird eine Einzelpolice mit Hausarztmodell abgeschlossen.

Schutzbedürftige mit Aufenthaltsstatus S, welche sich nicht in einer Kollektivunterkunft des Kantons aufgehalten haben, müssen selbständig eine Krankenversicherung abschliessen. Der zuständige regionale Sozialdienst ist auf Wunsch behilflich.

Unterbringung bei Privaten

Schutzbedürftige mit Aufenthaltsstatus S, welche sich nicht in einer Kollektivunterkunft des Kantons aufgehalten haben, müssen selbständig eine Krankenversicherung abschliessen. Der zuständige regionale Sozialdienst ist auf Wunsch behilflich.

Flyer Gesundheit

Haustiere

Reisen ukrainische Staatsangehörige mit Ihrem Haustier in die Schweiz ein und gedenken, für eine gewisse Zeit hier zu verweilen, werden sie gebeten, das Merkblatt (DE) / Merkblatt (EN) / Merkblatt (UA) aufmerksam durchzulesen, das Anmeldeformular vollständig auszufüllen und an die Adresse petsukraine@blv.admin.ch zu senden. Anschliessend bitten wir Sie, den nächstgelegenen Tierarzt aufsuchen, der den Gesundheitszustand Ihres Tieres kontrolliert und es wenn nötig kennzeichnet und impft. 

Bitte befolgen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit, der Sicherheit Ihres Tieres wie auch der Schweizer Bevölkerung die im Merkblatt genannten Massnahmen wie auch die Anweisungen der Behörden.
Befinden Sie sich mit Ihrem Tier lediglich auf der Durchreise, ist die Anmeldung nicht notwendig.

Hilfsplattform für Geflüchtete mit Haustieren in der Schweiz

Arbeit

Wie können ukrainische Schutzsuchende ihren Lebensunterhalt in der Schweiz finanzieren?
Der Bund erleichtert die soziale und berufliche Integration in der Schweiz. Sämtliche mittellosen Personen mit Schutzstatus S bekommen Unterstützung vom Kanton – und sie können ohne Wartefrist einer Arbeit nachgehen (auch Selbständigkeit). Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit untersteht jedoch der Bewilligungspflicht. Die Kinder können zur Schule gehen.
Das SEM prüft gemeinsam mit den Kantonen, welche Bedürfnisse bei den aufgenommenen Personen bestehen. 

Personen mit einem Ausweis S können in der Schweiz sofort arbeiten. Was ist zu tun?

Personen mit einem Ausweis S können in der Schweiz sofort arbeiten. Die orts- und branchenüblichen Lohn- und Arbeitsbedingungen müssen eingehalten werden und der Qualifikation sowie dem Stellenprofil entsprechen.

Für die Zulassung zur Erwerbstätigkeit der geflüchteten Person muss der Arbeitgeber ein Gesuch (Formular B1) über die Gemeinde beim Amt für Migration und Zivilrecht einreichen. Zum Schutz vor Missbrauch und Sozialdumping bei Schutzbedürftigen werden Lohn- und Arbeitsbedingungen geprüft (Art. 53 Abs. 1 VZAE).
Folgende Dokumente müssen bei der Gemeinde eingereicht werden:

  • Kopie des Ausländerausweises (Ausweis S)
  • Pass-Kopie
  • Gegenseitig unterzeichneter Arbeitsvertrag
  • Formular B1

Schutzbedürftige erhalten vom AFM einen sogenannten Ausweis S, welcher im Kreditkartenformat ergeht und dessen Ausstellung eine gewisse Zeit beanspruchen kann. Sollte dieser im Zeitpunkt der Gesucheinreichung noch nicht vorliegen, so kann zusammen mit den übrigen Unterlagen auch die als «Positiver Entscheid über die vorübergehende Schutzgewährung» bezeichnete Verfügung des Staatssekretariates für Migration beigelegt werden. Andere, ähnlich lautende Bestätigungen zum Schutzstatus S werden nicht akzeptiert.

Selbstständige Erwerbstätigkeit

Bei Gesuchen zur Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit sind dem Gesuchsformular ausserdem zusätzlich folgende Dokumente einzureichen:

Praktikum

Bei Gesuchen zur Aufnahme eines Praktikums sind dem Gesuchsformular ein Praktikumsvertrag (befristet auf max. 6 Monate) sowie ein Ausbildungsplan beizulegen. 

Wie erfolgt die Arbeitsvermittlung für Personen mit Ausweis S?

Bei der Jobsuche werden sie von den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) unterstützt. Die Anmeldung kann sowohl telefonisch als auch vor Ort erfolgen. Voraussetzung einer Beratung und Vermittlung durch die RAV sind Grundkenntnisse einer Kantonssprache oder in Englisch.

Ich biete eine Arbeitsstelle an. Wo kann ich die Arbeitsstelle melden?

Offene Stellen können über den Job-Room von arbeit.swiss gemeldet werden. Dadurch erreichen Sie nicht nur potentielle ukrainische Fachkräfte, sondern auch weitere Stellensuchende innerhalb und ausserhalb des Kantons Graubünden.

Schule

Wie ist der Zugang der Kinder zur Schule geregelt?

Der Zugang zur schulischen Bildung ist ein von der Schweizer Bundesverfassung garantiertes soziales Grundrecht. Auch die Pflicht, die Schule zu besuchen, ist in der Bundesverfassung festgeschrieben. Das heisst, der Schulbesuch ist für alle Kinder, die sich an einem Ort in der Schweiz längere Zeit aufhalten obligatorisch und kostenlos.

Das Recht auf Grundschulunterricht steht Kindern und Jugendlichen ungeachtet ihrer Nationalität oder ihres Aufenthaltsstatus zu.

  • Die Schulpflicht von Kindern, welche zusammen mit ihren Eltern in den kantonalen Kollektiveinrichtungen untergebracht werden, wird in den hierfür vom Amt für Migration und Zivilrecht betriebenen Schulstrukturen beschult.
  • Kinder schutzbedürftiger Familien mit Schutzstatus S, welche privat in einer Gemeinde des Kantons Graubünden untergebracht werden, besuchen gemäss Art. 11 Schulgesetz (SchG) die Schule jener Gemeinde, in der sie sich mit Einwilligung der Erziehungsberechtigten dauernd aufhalten. Für diese Kinder stellen die Schulträgerschaften Angebote für fremdsprachige Schülerinnen und Schüler zur Verfügung (Art. 39 SchG). Personen mit schulpflichtigen Kindern wenden sich an ihre Wohngemeinde.

Deutschkurse

Die Fachstelle Integration organisiert und koordiniert Deutschkurse für Personen mit Schutzstatus S. Diese Kurse sind kostenlos und freiwillig. Die Kinderbetreuung bis 5 Jahre ist während der Kurszeiten gewährleistet (Betreuung von älteren Kindern liegt in der Verantwortung der Eltern).

Wenn Sie an unserem Angebot interessiert sind, dann füllen Sie bitte das Kontaktformular aus. Wir werden Sie so schnell wie möglich kontaktieren.

Fahrausweise

Der ukrainische Führerschein:

  • der Kategorie B (Personenwagen) ist ein Jahr lang in der Schweiz gültig. Nach diesem Jahr muss eine Fahreignungsprüfung gemacht werden.
  • der Kategorien C oder D (Lastwagen oder Car) gilt in der Schweiz erst nach absolvierter Fahreignungsprüfung. Dies könnte dann ein Thema werden, wenn ein Chauffeur aus der Ukraine in der Schweiz arbeiten möchte.
  • Es muss ein Führerschein in einer in der Schweiz akzeptierten Sprache/Schrift vorliegen.

Weitere Informationen s. Verfügung Bundesamt für Strassen ASTRA, gültig bis 5.4.2023

Ukrainische Autonummer und Fahrzeuge

Zulassung des Autos mit ukrainischer Nummer in der Schweiz:

  • Die Grüne Versicherungskarte muss vorliegen. Fehlt sie, so kann sie bei einem besetzten Grenzübergang ausgestellt werden (kann bis 300 CHF kosten, je nach Fahrzeug). Nach Möglichkeit Termin vereinbaren:

    Zollamt Schaanwald, Voralbergerstrasse 233, 
    9486 Schaanwald
    058 469 00 86

    Öffnungszeiten:
    Montag bis Freitag: 09:00 Uhr – 18:00 Uhr
    Samstag: 10:00 Uhr – 18:00 Uhr
  • Nach einem Jahr, wenn ersichtlich ist, dass die Fahrzeughalterin länger in der Schweiz bleiben möchte, muss das Auto importiert, bzw. verzollt und in der CH eingelöst werden. Es muss evtl. auch vorgeführt werden. Es liegt Stand 22. April 2022 noch keine Regelung dazu vor. Tel. 058 467 15 15 (Auskunftszentrale) 
  • Eine CH-Vignette ist vorläufig nicht nötig

    Informationen zu ukrainischen Motorfahrzeugen und deren Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherung