Schutz vor Diskriminierung

Diskriminierung

Diskriminierung benachteiligt eine Person oder eine gesellschaftliche Teilgruppe aufgrund ihrer kulturellen oder sozialen Herkunft, ihres Geschlechts, Alters, religiösen, ethnischen oder nationalen Zugehörigkeit.

Rassismus

Rassismus bezeichnet eine geistige Haltung, die Menschen wegen ihrer Abstammung, Herkunft oder aufgrund von äusserlichen Körpermerkmalen, wie z. B. Hautfarbe, herabwürdigt oder missachtet.

Rassistische Diskriminierung

Rassistische Diskriminierung ist eine konkrete Handlung, die die betroffene Person oder Menschengruppe daran hindert ihre Grundrechte wahrnehmen zu können. Sie ist oft von verbalen Diffamierungen begleitet und findet in verschiedenen Lebensbereichen statt, z. B. bei der Lehrstellensuche, am Arbeitsplatz, im Zugang zum Wohnungsmarkt, im öffentlichen Raum, im Schul-, Bildungs- und Gesundheitsbereich, in den Medien.

Rechtsordnung

Die Schweizerische Rechtsordnung beinhaltet zahlreiche Rechtsnormen, welche Menschen vor Rassendiskriminierung schützen. Siehe Eidgenössische Kommission gegen Rassismus > Rechtsgrundlagen.

Rassismusopfer und Beratungsstellen finden in dem von der Fachstelle für Rassismusbekämpfung herausgegebenen Rechtsratgeber "Rassistische Diskriminierung" praxisorientierte Tipps und Empfehlungen.

Eidgenössische Kommission gegen Rassismus EKR

Die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) ist eine ausserparlamentarische Kommission, die vom Bundesrat zur Umsetzung des Internationalen Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung (RDK) eingesetzt wurde. Laut Mandat des Bundesrats vom 23. August 1995 „befasst sich die EKR mit Rassendiskriminierung, fördert eine bessere Verständigung zwischen Personen unterschiedlicher Rasse, Hautfarbe, nationaler und ethnischer Herkunft, Religion, bekämpft jegliche Form von direkter und indirekter Rassendiskriminierung und schenkt einer wirksamen Prävention besondere Beachtung“.

Das Bulletin Tangram der EKR beleuchtet zentrale Themen aus verschiedenen Blickwinkeln, informiert aus der Arbeit der Kommission und macht auf Aktivitäten und Vorhaben im Bereich Rassismusbekämpfung aufmerksmam. Es kann kostenlos bestellt werden oder steht als Pdf-Download zur Verfügung. Weitere Informationen: www.ekr.admin.ch 

Projekte gegen Rassismus und Diskriminierung

Der Bund setzt sich für eine langfristige und nachhaltige Präventions- und Sensibilisierungsarbeit gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und damit für die Menschenrechte ein. Er unterstützt schulische und nichtschulische Projekte, die die Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus zum Ziel haben. Weitere Informationen sowie einen Leitfaden zur Gesuchseingabe sind auf der Internetseite der Fachstelle für Rassismusbekämpfung zu finden. Siehe: www.edi.admin.ch

Spezialisierte Antirassismusfachstellen

Fachstelle für Rassismusbekämpfung FRB
Die FRB koordiniert Aktivitäten zur Prävention von Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit. Sie agiert auf eidgenössischer, kantonaler und kommunaler Ebene.
3003 Bern
Tel. 031 322 80 41
www.ekr.admin.ch

TikK - Taskforce interkulturelle Konflikte
Kompetenzzentrum für Prävention und Schlichtung von interkulturellen Konflikten. Bietet Anlaufstelle für Soforthilfe.
8004 Zürich
Tel. 044 291 65 75
www.tikk.ch

Konfliktophon
Beratungsdienst bei Konflikten zwischen Einheimischen und Zugewanderten sowie für Opfer rassistischer Diskriminierung.
8004 Zürich
Tel. 044 415 66 66
www.konfliktophon.ch

Fachstelle Beratung Arbeit und Beruf
Beratung und Information für Frauen von Frauen, u.a. zum Thema Diskriminierung am Arbeitsplatz.
7000 Chur
Tel. 081 284 80 75
www.frauen-graubuenden.ch