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Tierseuchen

Die Fachstelle Tierseuchen ist gestützt auf die eidgenössische Tierseuchenverordnung (TSV, SR 916.401) für den Vollzug der Gesetzgebung im Bereich Tiergesundheit verantwortlich.

Bei der Bekämpfung hochansteckender Tierseuchen hat sich eine enge Zusammenarbeit mit den Seuchenwehrpionieren des AMZ (Amt für Militär und Zivilschutz) bewährt.

Verschiedene Krankheiten, welche in der Tierseuchenverordnung nicht aufgeführt sind, spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle in der Erhaltung der Tiergesundheit. Es sind dies vor allem Krankheiten mit Zoonosepotenzial, Krankheiten, welche mit den Wildbeständen interagieren können und Krankheiten, welche bedeutende wirtschaftliche Verluste verursachen können und eine Tierschutzrelevanz haben.

Jährliche Überwachungsuntersuchung und aktuelle Seuchenlage in den einzelnen Kantonen

Neben der aktiven Seuchenbekämpfung finden jährliche Überwachungsuntersuchungen statt. Nach Vorgaben des Bundes werden stichprobenweise Tiere auf gewisse Seuchenerreger untersucht, um die Seuchenfreiheit von Krankheiten wie zum Beispiel die IBR beim Rind (infektiöse bovine Rhinotracheitis), die Brucellose bei den Schafen oder das PRRS (Porcines reproduktives und respiratorisches Syndrom) bei den Schweinen zu dokumentieren. Die Resultate dieser Stichprobenprogramme finden Sie in der Datenbank InfoSM des BLV.

Bovine Virus Diarrhoe (BVD)

Informationen zu BVD finden Sie auf der Website des BLV.

Weitere nützliche Informationen:
Ausrottung BVD
Die letzte Phase der Ausrottung

Tuberkulose beim Wild

Im Silber- und Klostertal (Bezirk Bludenz, Vorarlberg) ist die Rotwildpopulation teilweise mit Tuberkulose (Mykobakterium caprae) verseucht.

Es ist bekannt, dass Rotwildbestände des Vorarlbergs und Tirols im Herbst Richtung Südwesten wandern und die Wintermonate im Prättigau und Unterengadin auf der Bündner Seite des Rätikon verbringen.

Das Risikogebiet im Kanton Graubünden ist das Grenzgebiet zum Vorarlberg und Tirol, namentlich das Gebiet zwischen der Landesgrenze, dem Rhein, der Landquart, der Flüelapassstrasse und dem Inn.

Zum Schutz der Bündner Wild- und Nutztierbestände finden jährliche Überwachungsuntersuchungen statt und es wurde im Jahr 2016 ein Verbot privater Wildfütterungen im Grenzgebiet zu Österreich verfügt. Das Verbot ist bis 2021 verlängert (Amtsverfügung).

Weitere nützliche Informationen: 
Karte Fütterungsverbot
Merkblatt für Landwirte
Stop-Wildtierfütterung
Broschüren und Berichte
Fragen und Antworten zu Tuberkulose
Publikation Bündner Bauer

Moderhinke

Die Moderhinke ist eine weit verbreitete, schmerzhafte Klauenkrankheit insbesondere bei Schafen und wird in Graubünden und Glarus seit Jahren mit grossem Erfolg bekämpft. Jährlich finden im Kanton Graubünden Überwachungsuntersuchungen statt.

Momentan erarbeitet das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) zusammen mit wichtigen Akteuren der Schafhaltung ein Konzept für eine schweizweite Bekämpfung.

Moderhinke kann mittels PCR-Laboruntersuchung diagnostiziert werden. Die Anleitung zur risikobasierten Probenahme von Moderhinke Pooling-Proben (Link zu diesem Dokument) beschreibt das korrekte Vorgehen. Das Biologie Labor des ALT  bietet diese Untersuchungsmethode an.