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Kantonales Integrationsprogramm

Im Jahr 2010 sind Bund und Kantone übereingekommen, die spezifische Integrationsförderung von Ausländerinnen und Ausländern in der Schweiz weiterzuentwickeln und auf eine gemeinsame Strategie auszurichten. Gestützt darauf finanziert der Bund im Rahmen von Kantonalen Integrationsprogrammen die Integrationsförderung in den Kantonen massgeblich mit. Die Periode des ersten Kantonalen Integrationsprogrammes (KIP I) dauerte von 2014 - 2017. Ein zweites Kantonales Integrationsprogramm (KIP II) schliesst direkt daran an und wird von 2018 - 2021 dauern.

Nachhaltige Weiterentwicklung der Integrationsförderung

Die kantonalen Integrationsprogramme sollen durch einen breit abgestützten Prozess die Weiterentwicklung der Integrationsförderung von Ausländerinnen und Ausländern im Kanton nachhaltig fördern und implementieren. So wird in Ergänzung zu den bereits heute vorhandenen Angeboten die Integrationsförderung mit bedarfsorientierten Massnahmen gezielt ausgebaut, wie folgende Beispiele belegen: Bereitstellen von Informationsmaterial in den häufigsten im Kanton gesprochenen Sprachen zu Fragen der Alltagsbewältigung, Unterstützung der Gemeinden bei der Vermittlung von Erstinformationen an Neuzugezogene, Beratung von Personen mit besonderem Integrationsförderbedarf, bedarfsgerechter regionaler Ausbau von Sprachkursen in Zusammenarbeit mit Gemeinden und Sozialämtern, Schaffen von verbindlichen Grundlagen für die frühe Förderung von sozial benachteiligten Kindern im Vorschulalter und Unterstützung von Pilotprojekten, Förderung der Zusammenarbeit mit fremdsprachigen Eltern in der Schule, Verbesserung des Zugangs zu Schul- und Berufsbildung für spätzugezogene, fremdsprachige Jugendliche, Verstärkung des Einbezugs von Arbeitgebern in die Integrationsförderung sowie Förderung kommunaler Projekte zur Einbindung der ausländischen Wohnbevölkerung.

Ziel der kantonalen Integrationsprogramme ist es, mit pragmatischen Lösungen unter Beachtung der Gegenseitigkeit von Rechten und Pflichten Entwicklungsperspektiven für alle Bevölkerungsgruppen im Kanton zu schaffen.

Dokumente

Kantonales Integrationsprogramm Graubündenn KIP II (2018-2021)

Kantonales Integrationsprogramm Graubünden KIP I (2014-2017)

Zusammenfassung KIP I (2014-2017)

Interdepartementale Arbeitsgruppe

Im Kantonalen Integrationsprogramm KIP I (2014-2017) sowie  im KIP II (2018-2021) wurden im Hinblick auf eine nachhaltige Integrationsförderung – entsprechend dem Auftrag der Regierung – in den Bereichen Sprache und Kommunikation (inkl. interkulturelle Verständigung), Information, Frühe Förderung, Schule und Bildung, Arbeitsmarktintegration, Zusammenleben, Freizeit und Gesundheit die Rolle der staatlichen Behörden priorisiert.

Die Verantwortung für die Entwicklung und Umsetzung entsprechender Massnahmen liegt bei den thematisch zuständigen kantonalen und kommunalen Stellen und bedingen eine enge Zusammenarbeit aller betroffenen und involvierten Stellen.

Im Rahmen dieser Programme nimmt die interdepartementale Arbeitsgruppe Integration eine wichtige Rolle ein, indem sie während der jeweiligen Programmdauer den Förderbedarf in ihren Bereichen eruieren und entsprechende Angebote bereitstellen, die gegenseitige Information über bestehende und geplante Massnahmen sowie deren Wirkung sicherstellen und den Programmverlauf im Hinblick auf die Zielerreichung begleiten.

Zusammensetzung

Aktuell setzt sich die interdepartementale Arbeitsgruppe unter der Leitung der kantonalen Integrationsdelegierten wie folgt zusammen:

  • Elisabeth Blumer, Gesundheitsamt
  • Hanspeter Brigger, Gesundheitsamt
  • Patrick Casanova, Amt für Wirtschaft und Tourismus
  • Andrea Caviezel, Amt für Volksschule und Sport
  • Tamara Gianera, Stabsstelle für Chancengleichheit von Frau und Mann
  • Beat Hatz, Kantonales Sozialamt
  • Martin Michel, Amt für Höhere Bildung
  • Elisabeth Schnellmann, Amt für Berufsbildung
  • Paul Schwendener, Amt für Gewerbe, Industrie und Arbeit
  • Riccardo Thöni, Personalamt