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Geschützte Tagesstruktur- und Arbeitsplätze

Geschützte Tagesstrukturplätze werden in Wohnheimen und geschützten Werkstätten angeboten. Sie bieten vor allem Menschen mit einer mittleren bis schweren Behinderung, älteren Personen mit Behinderung sowie Personen, die keinem Produktionsdruck standhalten können, eine sinnvolle Beschäftigung.

Geschützte Arbeitsplätze sind Arbeitsstellen in geschützten Werkstätten sowie anderen geschützten und teilgeschützten Betrieben.

Bewilligung / Qualität

Eine Bewilligung ist für alle Leistungserbringenden notwendig, die ein Betreuungsangebot für Menschen mit Behinderung führen wollen (Art. 15 BIG).

Eine Bewilligung wird erteilt oder erneuert, sofern die Anforderungen an Qualität, Betriebsführung, Infrastruktur und Organisationsform gewährleistet sind. Das heisst, die Betreuung muss durch genügend und fachlich qualifiziertes Personal sichergestellt sein, die Infrastruktur entspricht dem Angebot und ist zweckmässig, die Rechte der Menschen mit Behinderung und der Angehörigen sind gewährleistet, eine Schlichtungsstelle ist benannt und die Betriebsführung ist finanziell und organisatorisch sichergestellt.

Die Qualitätsrichtlinien und -kriterien sind durch die SODK Ost+ (Kantone AI, AR, GL, GR, SG, SH, TG, ZH) erarbeitet worden. Sie orientieren sich an den bestehenden Qualitätsstandards der heutigen Leistungserbringenden.

Das Gesuch um eine Bewilligung ist entsprechend den Vorgaben im Betriebsbewillgungsraster für Einrichtungen für erwachsene Menschen mit Behinderung im Kanton Graubünden einzureichen.

Bedarfsanalyse / Angebotsplanung

Die Gesamtbetrachtung und -steuerung der Angebote für Menschen mit Behinderung erfolgt über die Bedarfsanalyse und die Angebotsplanung.

Mit der Bedarfsanalyse werden die notwendigen Daten zum Bedarf der Menschen mit Behinderung sowie den vorhandenen Angeboten erhoben und beurteilt. Die Bedarfsanalyse bildet damit die Grundlage für die Angebotsplanung. Bedarfsanalyse und Angebotsplanung erfolgen mit einem kurz- und einem mittelfristigen Zeithorizont.

Finanzierung

Die Finanzierung der Betreuungsleistungen erfolgt auf der Basis des individuellen Betreuungsbedarfs der Menschen mit Behinderung und der Kostenrechnungen der Leistungserbringenden. Damit kann eine Leistungspauschale je Betreuungsbedarfsstufe festgelegt werden.

Die Höhe der Leistungspauschalen orientiert sich an den Kostenrechnungen der wirtschaftlichen Leistungserbringenden. Diese werden mit Leistungsvergleichen zwischen den Einrichtungen und den Kostenentwicklungen ermittelt.