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Chancengleichheit ist ein Thema, das alle Lebensbereiche durchwirkt. Unternehmen und Organisationen nehmen dabei eine zentrale Rolle ein. Mit «egual21 – Aktionsplans Gleichstellung in der Kantonalen Verwaltung» stärkt die Regierung eine gleichstellungsfördernde, vereinbarkeitsfreundliche und inklusive Arbeitswelt.

Der Kanton Graubünden engagiert sich seit Jahren für die Chancengleichheit von Frau und Mann, für die Gleichstellung der Geschlechter und für die Bekämpfung von Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Um die Gleichstellung weiter voranzutreiben, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Kantonale Verwaltung als attraktive Arbeitgeberin zu positionieren, setzt sich die Kantonale Verwaltung mit «egual21 – Aktionsplans Gleichstellung in der Kantonalen Verwaltung» verbindliche Ziele, um den bestehenden und zukünftigen Mitarbeitenden vereinbarkeitsfreundliche und gleichstellungsfördernde Arbeitsbedingungen zu bieten. Er basiert auf einem Fraktionsauftrag von Juni 2019. Im Dezember 2020 hiess die Regierung die Ausarbeitung eines Aktionsplans mit Fokus auf die Kantonale Verwaltung gut.

 

Abbildung 1: Gleiche Chancen trotz unterschiedlichen Bedürfnissen bieten, das ist ein Ziel von egual21.
Abbildung 1: Gleiche Chancen trotz unterschiedlichen Bedürfnissen bieten, das ist ein Ziel von egual21.
 

Der Aktionsplan Gleichstellung besteht aus vier Handlungsfeldern mit acht verbindlichen Zielen und einem Massnahmenplan.

 
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Abbildung 2: Die vier Handlungsfelder

 

Die drei thematischen Handlungsfelder «Organisationskultur», «Vielfältige Arbeitsmodelle» sowie «Personalrekrutierung- und Entwicklung» wurden 2022 von einer interdepartementalen Arbeitsgruppe in einem partizipativen Prozess entwickelt. Das vierte Handlungsfeld, «Verankerung und Struktur», sorgt für die nötige längerfristige Verankerung auf der organisationalen Ebene. Es wurde von einer Projektgruppe entwickelt, bestehend aus Vertreterinnen der Stabsstelle für Chancengleichheit von Frau und Mann, dem Personalamt und der Fachstelle UND.

Die Ziele des Aktionsplans Gleichstellung gelten für die gesamte Verwaltung und werden in die 2023 erarbeitete Personalstrategie aufgenommen. Damit wird sichergestellt, dass Gleichstellung, Vereinbarkeit, Diskriminierungsfreiheit und Chancengleichheit in der Kantonalen Verwaltung übergeordnet strategisch verankert sind. Der Aktionsplan hat eine Laufzeit von 2023 bis 2025.

Kontakt

Miriam Erni, Projektleiterin egual21, miriam.erni@stagl.gr.ch, +41 81 257 35 73

Projektablauf

Von 2021 bis 2025 wird der Aktionsplan Gleichstellung in der Kantonalen Verwaltung Graubünden entwickelt, implementiert und umgesetzt. Abgeschlossen wird das Projekt mit einer Evaluation und einem Schlussbericht zuhanden der Regierung.

Das Projekt gliedert sich in vier Phasen:

 Abbildung 3: Phasen egual21
Abbildung 3: Phasen egual21

Phase 1: Bestandesaufnahme

Die erste Phase von egual21 umfasste die Sensibilisierung der Führungskräfte sowie die Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes. Dafür arbeitete die Stabsstelle für Chancengleichheit von Frau und Mann mit der Fachstelle UND zusammen.

Für die Bestandsaufnahme führte die Fachstelle UND eine Mitarbeitenden-Befragung zu den Themen Gleichstellung und Vereinbarkeit durch, weiter wurden Interviews und fünf halbtätige Workshops mit Führungs- und Personalverantwortlichen durchgeführt. Diese dienten unter anderem dazu, den Handlungsbedarf aus Sicht der Leitungspersonen abzuklären und in die weitere Arbeit aufzunehmen.
Phase 1 wurde mit einem Expertenbericht zuhanden der Regierung im April 2022 abgeschlossen.

Phase 2: Aktionsplan entwickeln

In einem partizipativen Prozess wurden ab April 2022 Vorschläge für den Aktionsplan Gleichstellung und den dazugehörigen Massnahmenplan entwickelt. Dazu wurde eine Interdepartementale Arbeitsgruppe (IDAG) mit Mitarbeitenden aus allen Departementen und der Standeskanzlei eingesetzt. Bei der Erarbeitung der Vorschläge orientierte sich die IDAG an den Ergebnissen der Bestandsaufnahme in Phase 1, welche die Herausforderungen, Stärken und Potenziale der Kantonalen Verwaltung als Arbeitgeberin aufzeigt. Dabei galt es insbesondere auch, die unterschiedlichen betrieblichen und organisatorischen Gegebenheiten innerhalb der Verwaltung zu berücksichtigen.

Der Aktionsplan wurde am 23. Mai 2023 von der Regierung zur Kenntnis genommen.

  • egual21 – Aktionsplan Gleichstellung für die Kantonale Verwaltung
  •  Massnahmenplan zum Aktionsplan, Stand 23. Mai 2023
  •  Medienmitteilung vom 5. Juli 2023

Phase 3: Massnahmen umsetzen

In Phase 3 wird der Aktionsplan in der Kantonalen Verwaltung von Juni 2023 bis Dezember 2025 implementiert und umgesetzt. Dafür arbeitet die Stabsstelle für Chancengleichheit von Frau und Mann eng mit dem Personalamt zusammen. Eine breite Verankerung von Gleichstellung und Chancengleichheit in der gesamten Kantonalen Verwaltung ist entscheidend für die Zielerreichung des Aktionsplans. Aus diesem Grund werden in allen Dienststellen, den Departementssekretariaten und der Standeskanzlei massnahmenverantwortliche Personen ernannt.

In einem jährlichen Reporting wird der Regierung der Stand der Umsetzung vorgelegt.

Phase 4: Evaluation

Im Anschluss an die Umsetzung wird in Phase 4 bis voraussichtlich Mitte 2026 die Zielerreichung und das Projekt egual21 evaluiert und mit einem Schlussbericht zuhanden der Regierung abgeschlossen.

Medienberichte

Südostschweiz, Meilenstein bei der Gleichstellung, 06.07.2023
RTR, Plan d'acziun da la regenza «egual21» – proxims pass, 06.07.2023
Südostschweiz, Rondo News, 05.07.2023
RTR, Telesguard dals 04.05.2022,
RTR, Egual21: Chantun vul meglierar la situaziun d'egualitad; 4.05.2022
SRF: Regionaljournal Graubünden, ab 1:40; 4.05.2022
RSI: Grigioni sera; 4.05.2022
TV Südostschweiz: Kanton stellt Weichen für Gleichstellung; 4.05.2022
Radio Südostschweiz: Infomagazin, ab 17:15; 4.05.2022
Nau.ch: Kanton Graubünden als Arbeitgeber für Mütter unattraktiv; 4.05.2022
Bündner Tagblatt: Gleichstellung am Arbeitsplatz ist noch Wunschvorstellung; 5.05.2022
laRegione: Pari opportunità, Canton Grigioni poco attrattivo per le madri, 5.05.2022