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Häusliche Gewalt

Häusliche Gewalt liegt vor bei ausgeübter bzw. angedrohter Gewalt innerhalb einer bestehenden oder bereits aufgelösten familiären, ehelichen oder partnerschaftlichen Beziehung. Häusliche Gewalt ist strafbar und hat Verletzungen der physischen, psychischen oder sexuellen Integrität zur Folge.

In der Schweiz wird häusliche Gewalt seit 2004 von Amtes wegen verfolgt (Offizialisierung). Verschiedene Kantone und der Bund haben in den letzten Jahren Massnahmen zum Schutz von Gewaltbetroffenen eingeführt.

Im Kanton Graubünden sorgt die Koordinationsstelle gegen häusliche Gewalt für eine interdisziplinäre und professionelle Zusammenarbeit im Bereich der häuslichen Gewalt.

Wo erhalte ich Hilfe?

Sind Sie von häuslicher Gewalt betroffen und suchen Sie Hilfe? Wenden Sie sich an die Opferhilfe Graubünden. Im Notfall alarmieren Sie die Polizei: 117.

Das Frauenhaus Graubünden bietet Frauen, die akut bedroht sind, eine Schutzunterkunft an. Der Kanton Graubünden unterstützt das Frauenhaus Graubünden finanziell.

Gewaltausübende Personen können sich an die Beratungsstelle für gewaltausübende Personen in Graubünden wenden: 079 544 38 63.

Wann muss ich Hilfe holen?

Per 1. Januar 2019 wurden die Vorschriften für Meldungen an die KESB neu geregelt. Ziel der Gesetzesänderung ist die Verbesserung des Schutzes von Kindern im Vorschulalter. Meldepflichtig sind neu nicht nur Amtspersonen, sondern auch Personen, die beruflich regelmässig Kontakt zu Kindern haben. Ausserdem wurde das Melderecht von Personen mit Berufsgeheimnis erleichtert. Die Konferenz für Kindes- und Erwachsenenschutz hat die Melderechte und Meldepflichten an die KESB in einem Merkblatt zusammengestellt.